Zur Berichterstattung über den Brennerbasistunnel (Bayern-, Regional- und Lokalteil):
Die Brenner-Nordzulaufstrecke soll ja auch mit Güterzügen befahren werden. Da stellen sich für mich ein paar grundsätzliche Fragen. Was ist in den Lastwagen oder Containern drin und weshalb wird der Inhalt wohin transportiert? Wird der Inhalt nur für den Erhalt von Subventionen oder sonstigen finanziellen Gründen transportiert? Und wie bekommt man die Lastwagen und Container auf die Bahn? Machen das die Speditionen beziehungsweise Firmen freiwillig? Scheinbar wird der ganze Lkw-Verkehr als gegeben hingenommen und nicht über eine Reduzierung nachgedacht.
Beim Informationstag der Deutschen Bahn AG in der Gemeinde Stephanskirchen erhielt ich von einem Bahnmitarbeiter eine sehr „freundliche“ Antwort. Auf meine Frage, wieviele Personen- und Güterzüge denn derzeit auf der Inntalstrecke unterwegs seien, meinte er: „Schauen Sie doch einfach in den gültigen Fahrplan“. Geht’s eigentlich noch? Aus meiner Sicht fehlen nach wie vor aktuelle Zahlen was an Zügen unterwegs ist und wie viele künftig auf welcher Strecke (Bestandsstrecke und neue Strecke) unterwegs sein sollen und können.
Andreas Scheibenzuber
Stephanskirchen
Alle neuen Brenner-Zulauftrassen hätten verheerende Auswirkungen auf unsere Heimat. Nun wurde bekannt, dass – laut Planung – die „Neue Seidenstraße“ der Chinesen auf dem kürzesten Schienenweg zwischen Venedig und Rotterdam (das heißt: offensichtlich auch durch den Brenner) führen soll. Nur dieser Umstand kann endlich die extrem hohe Zahl von 558 Zügen pro Tag erklären, die von Bahnplanern für die Zukunft genannt wurde und eine neue Trasse erforderlich machen würde. Es ist bekannt, wie rigoros in China große Projekte ohne Rücksicht auf Mensch und Natur realisiert werden. In einer Demokratie wird dies aber nicht getan. Zum Glück kommen voraussichtlich bald alle für dieses Projekt maßgeblichen Politiker – einschließlich des Kommissionschefs – aus Bayern. Es ist daher kaum zu glauben, dass sie vorauseilend die Wünsche der Chinesen nach den billigsten Exportwegen auch erfüllen wollen.
Maximilian Bayer
Feldkirchen-Westerham