Gstanzl zum Morgen

von Redaktion

Zum Artikel „Bairisch soll endlich Schule machen“ (Bayernteil):

Ein wahrlich erfreulicher Artikel: Dass der bayerische Dialekt „gerettet“ werden soll, steht nun endlich schwarz auf weiß. Als Grundschullehrerin versuche ich die bayerische Sprache ganz natürlich in den Unterricht einfließen zu lassen. Letztes Schuljahr konnten meine Schulkinder in Garching-Ost bei München bis zum Ende der zweiten Klasse auf Bayerisch bis zehn zählen und sangen ein Gstanzl zum Morgenbeginn. Außerdem begrüßten und verabschiedeten wir uns mit „Griaß Gott“ und „Pfia Gott“. Auf dem Klassenfoto, in der Kirche oder beim Maibaumfest der Schule durften das Dirndl und die Lederhose natürlich nicht fehlen. Am Wandertag sangen die Kinder auf dem Heimweg plötzlich und von sich aus „Gell, do schaugst“. „Sche…“, dachte ich mir.

Den Schülerinnen und Schülern machte die bayerische Sprache sehr viel Spaß, obwohl anfangs kein Kind Dialekt sprach und ihn auch teils schwer verstand. Die Eltern unterstützten uns. So meinte eine Mutter: „Unsere Laura (anderer Name) singt seit Neuestem bayerische Lieder unter der Dusche. Ich verstehe davon zwar nichts, aber finde es total schön.“

Christina Schönfelder

Mühldorf

Artikel 9 von 11