Zusammenhang wird nicht gesehen

von Redaktion

Zum Kommentar „Stickoxid-Grenzwerte Ende des Unfugs“ von Martin Prem:

Offenbar wird immer noch nicht verstanden, was die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit ihren Klagen bezweckt hat. Grenzwerte werden überschritten, die Städte ersticken im Verkehr – und keinen interessiert es. Deshalb klagt man gegen unzulässige Grenzwert-Überschreitungen, Fahrverbote werden von Gerichten folgerichtig verhängt. Der Verkehr sucht sich Ausweichrouten mit nachfolgend erneuter Überschreitung der Grenzwerte und neuen Fahrverboten. Und irgendwann merkt es der Dümmste (oder auch nicht), die Fahrverbote ändern am Grundproblem nichts – könnte es vielleicht sein, dass es einfach zu viele Autos in der Stadt gibt und man handeln muss? Die Mühlen mahlen zwar langsam, aber offenbar kommt jetzt Bewegung in die Sache, nachdem eine Expertengruppe der Kanzlerin zu dem völlig überraschenden Schluss kommt, dass in der Stadt die Zukunft nicht dem Auto gehört.

Ich bedanke mich ausdrücklich bei der DUH, dass sie trotz aller Anfeindungen den Stein ins Rollen gebracht hat zu unserer aller Wohl. Und ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wieso gefühlte 90 Prozent der Bevölkerung, der Großteil der Politik, und insbesondere Martin Prem diesen Zusammenhang nicht sehen oder – aus welchen Gründen auch immer – nicht sehen wollen.

Horst Tidhalm

Waldkraiburg

Artikel 1 von 11