Zum Bericht „E-Auto: Beratung vor Kauf spart Ärger“ am 20. März auf der Seite „Wirtschaft in der Region“:
Ich fahre selbst seit Längerem ein E-Auto von Renault, einen ZOE mit einer 40-kW- Batterie, einer Fahrleistung von etwas mehr als 40000 Kilometern und einer theoretischen Reichweite von 400 Kilometern.
Neben den im Artikel gegebenen Informationen für Menschen, welche mit dem Gedanken spielen, sich ein E-Auto zu kaufen, fehlen meines Erachtens folgende Hinweise, die man eigentlich von einem Experten erwarten könnte.
Die Reichweite eines E-Autos wird in großem Maße von der Umgebungstemperatur beeinflusst. In der Realität beträgt die Reichweite des ZOE mit 40-kW-Batterie bei Temperaturen bis zu minus zehn Grad Celsius um die 200 Kilometer, bei Temperaturen wie sie zurzeit herrschen um 250 Kilometer, bei sommerlichen Temperaturen zwischen 300 und 350 Kilometer.
Ein zweiter wesentlicher Faktor ist die Fahrweise, die völlig anders ist als bei normalen Fahrzeugen und die der Fahrer lernen muss, wenn er das Fahrzeug optimal nutzen will, das heißt eine möglichst hohe Energierückgewinnung beim Bremsen beziehungsweise bei der Geschwindigkeitsreduzierung zu erreichen.
Und drittens: Autobahnfahrten sind auf ein Minimum zu reduzieren, da beispielsweise bei meinem Fahrzeug der Energieverbrauch bei Geschwindigkeiten über etwa 115 Stundenkilometern rapide ansteigt.
Dies sind wohl die wesentlichen Punkte nach meiner zweijährigen Erfahrung für die tatsächliche Reichweite eines E-Autos. Meine beste Reichweite betrug übrigens 385 Kilometer – also fast die theoretische von 400.
Abschließend: Ich möchte nur noch elektrisch fahren.
Klaus Bungards
München