SUV alles andere als sportlich

von Redaktion

Zum Kommentar „Wandel der Autoindustrie – Warten auf die Zukunft“ am 21. März.

Der Beitrag beginnt mit einer wichtigen Frage: Wie werden wir uns künftig fortbewegen? Der Autor äußert sich zu den verschiedenen Antriebsvarianten und der dafür notwendigen Infrastruktur. So weit, so gut. Ein wichtiger Aspekt fehlt aber: Ist die Autoindustrie, besonders die deutsche, die weiterhin auf stark motorisierte, große Pkws setzt, auf dem richtigen Weg? Ich denke, nein. Ein großes Fahrzeug bedeutet mehr Rohstoffe und mehr Energiebedarf für den gesamten Lebenszyklus von der Herstellung über Wartung und Reparaturen bis zur Verschrottung. Ein schweres Fahrzeug verursacht mehr Bremsstaub, also Feinstaub, der erheblich an der Feinstaubbelastung durch den Straßenverkehr beteiligt ist. Wer braucht solche Autos, um sich von A nach B zu bewegen, und warum? Als Statussymbol? Um das schwache Ego aufzupolieren? Oder einfach, um „in“ zu sein?

Die Autoindustrie hat, mit – wie ich meine – bemerkenswertem Gefühl für die Schwächen der Leute vor einigen Jahren das Erfolgsmodell SUV erdacht. Und prompt fanden und finden sich viele Käufer. Was an diesen „Sport Utility Vehicle“ sportlich sein soll, bleibt mir verborgen. Und Hand aufs Herz: Wer fährt damit schon sportlich, etwa im Gelände? Abgesehen von einer höheren Bodenfreiheit als gewöhnlich sind die meisten SUV dafür auch denkbar ungeeignet.

Der auch durchs Fernsehen bekannte Astrophysiker Professor Lesch hielt am 15. Februar in der Hochschule Rosenheim einen sehr gut besuchten Vortrag zur Klimasituation und der dramatischen Entwicklung, die auf uns zukommt. Schade, dass dieses Ereignis dem OVB nicht einmal eine Notiz wert war.

Rainer Ostermann

Prutting

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