Pro und Kontra zur Impfpflicht

von Redaktion

Zur Berichterstattung über das Thema „Impfpflicht“, zum Artikel „Ärzte fordern Impfpflicht“ (Titelseite), zum Artikel „Schlusslicht bei Masern-Impfung“ (Regionalteil) sowie zum Leserbrief „Masern – informieren lohnt sich“ von Edith Geisreiter:

Gott sei Dank durften in den 90er-Jahren unsere Kinder noch an Masern und dergleichen erkranken. Was hieß das: Acht Tage ein ganz normales, krankes Kind begleiten. Drei Tage Bettruhe mit Erzählen, Vorlesen, Kuscheln, Streicheln, Lachen, Weinen – immer im Kontakt mit der Mama oder dem Papa. Wer hat oder nimmt sich heute noch diese Zeit? Das Fieber in diesen Tagen, nicht einmal über 39 Grad, wurde weder gesenkt noch unterdrückt. Nach drei fieberfreien Tagen war das Aufstehen wieder möglich. Nach zehn Tagen waren die Kinder wieder in Grundschule, Kindergarten oder Gymnasium. Genauso durften die Kinder Windpocken, Röteln und sogar Keuchhusten bekommen. Genauso wurde damals kein Alarm geschlagen, weil in der Gruppe beziehungsweise Klasse ein Kind an einer „so gefährlichen“ Kinderkrankheit erkrankt war. Was ist das heute nur für eine Panikmache zugunsten der Pharmazie?

Charlotte Juch

Rosenheim

Selten habe ich einen größeren Blödsinn gelesen als diesen Leserbrief. Dafür gibt es eigentlich keine Entschuldigung. Gott sei Dank gibt es in der Mehrzahl normal geleitete, vernünftige Eltern, die im Zusammenspiel mit informierten und kompetenten Ärzten wissen, was gut für ihre Kinder ist. Wenn es eine Impfung gegen Schwachsinn gäbe – ich wüsste, wen ich nominieren würde. Dazu bedarf es keine Anhäufung von Fragen – wie hier mühevoll aus dem Internet abgeschrieben. Wäre interessant zu erfahren, an welcher medizinischen Universität die „Fach“-Kenntnisse erworben wurden!

Rudi Seifert

Stephanskirchen

Derzeit wird bei uns viel über eine Impfpflicht für Masern diskutiert. Diese Diskussion ist sicherlich sinnvoll und richtig. Es gehören für eine richtige Diskussion aber auch die Fakten auf den Tisch gebracht, die ich bisher noch in keiner Berichterstattung in der Heimatzeitung gefunden habe. Deutschland gehört zu den Ländern mit der höchsten Impfquote in Europa. Alleine in Bayern sind etwa 96 Prozent der Kinder gegen Masern geimpft. In den meisten europäischen Ländern mit Impfpflicht sind hingegen weniger Menschen geimpft. Ein deutlich wachsender Anteil der Erkrankten sind Jugendliche und Erwachsene sowie Zuwanderer aus der EU. Auf diese Bevölkerungsgruppen zielt die geplante Impfpflicht aber gar nicht ab! Schon jetzt sieht das Infektionsschutzgesetz Vorgaben für zeitlich begrenzte Schutzmaßnahmen (zum Beispiel temporäre Betretungsverbote für Kindergärten und Schulen) vor, um wirksam gegen Krankheitshäufungen vorzugehen. Nicht vergessen sollten wir auch, welche Inhaltsstoffe Impfungen haben und welche Risiken damit verbunden sind. Unter diesen Gesichtspunkten bin ich der Meinung: Deutschland braucht keine Impfpflicht!

Doris Resch

Rechtmehring

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