Vorschlag ist nicht akzeptabel

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die Einführung einer CO2-Steuer für den Klimaschutz (Politikteil):

Der Vorschlag „Einführung einer CO2-Steuer von 180 Euro pro Tonne CO2“ ist nicht akzeptabel. Er ist nur ein Verwaltungsmonster, nützt nicht dem Klimaschutz, wie Steuererhöhungen auf Mineralöl in der Vergangenheit beweisen, führt zu Preissteigerungen und verursacht Frust und Wut bei den Bürgern. Alle Dinge des täglichen Lebens – das heißt: Lebensmittel, Konsumgüter, Kleidung, Energie und Verkehr – sollen der Steuer unterliegen. Bei einem jährlichen durchschnittlichen CO2-Verbrauch eines Haushalts von etwa zwölf Tonnen betragen die Mehrkosten je Haushalt etwa 2160 Euro im Jahr. Wenn der Autokilometer mit neun Cent belastet wird, kommt man bei einem weiten Arbeitsweg locker auf Mehrkosten von 4000 Euro. Der Hinweis, dass eine CO2-Steuer auch in der Schweiz erhoben wird, verschweigt, dass die Steuern und Sozialabgaben dort nicht einmal halb so hoch sind wie bei uns, und trotzdem dort zum Beispiel die Rente mehr als das Doppelte beträgt. Wir sind Weltspitze bei der Steuerlast und zahlen damit das Mehrfache für die Lösung gemeinschaftlicher Probleme – wie den Klimaschutz. Die Frage ist nur, ob der Staat die Steuereinnahmen auch dafür verwendet. Die Jugend spricht treffend vom „Menschen verursachten Klimawandel“, da ist die Überbevölkerung das größte Problem. Allein in Afrika steigt die Bevölkerungszahl jährlich um mehr als fünf Millionen. Das bedeutet einen zusätzlichen CO2-Ausstoß von mehr als 15 Millionen Tonnen Jahr für Jahr. Da mögen wir alle technischen Möglichkeiten nutzen, den Klimakiller CO2 zu reduzieren: Den durch die Bevölkerungsexplosion verursachten Mehrausstoß an Kohlenstoffdioxid können wir nicht ausgleichen.

Ein erfolgreicher Einsatz der Klimaschützer erfordert eine konstruktive Auseinandersetzung, globale Lösungen und den Mut auch einmal Tabuthemen anzusprechen.

Heinz Lange

Waldkraiburg

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