Aussage von Benedikt XVI. umstritten

von Redaktion

Zum Kommentar von Claudia Möllers „Das Leiden an der Kirche, den Artikel „Benedikt XVI. gibt 68er-Bewegung Mitschuld an Pädophilie“ sowie zu Leserbriefen:

Was der Benedikt XVI. da über die „68er“ geschrieben hat, ist zu hundert Prozent richtig, aber leider nicht vollständig, weil er sich nur auf die Kirche bezieht. Getroffen wurde aber die ganze Gesellschaft. Es begann damals damit, dass die Studenten der harten MINT-Fächer, regelmäßig in der Mensa von den Sozio-Politologen mit Flugblättern geflutet wurden. Da wurden Massenmörder wie Mao Zedong, Ho Chi Minh und Pol Pot gefeiert, Pädophilie propagiert. Als sie dann begriffen, dass sie damit „die Massen“ nicht mobilisieren konnten, änderten sie ihre Strategie und begaben sich auf den Marsch durch die Instanzen. Spätestens, als dann Steine werfende Taugenichtse es bis zum Außenminister bringen konnten, war das Ziel erreicht. Diese „Aktivisten“ verzehren nun in Ruhe ihre Rente, die von denen erarbeitet wird, die von ihnen immer hart bekämpft wurden.

Die Nachfahren der sogenannten „68er“ führen jetzt das Werk, Deutschland zu hassen und zu zerstören, fort. Nachdem sie ja jetzt überall sitzen, in Kirche, Justiz, Verwaltung, Schulen, Universitäten, Bundestag und so weiter, haben sie sich mittlerweile die Deutungshoheit erobert. Und jetzt wird jede Abweichung von der von ihnen vorgegebenen Meinung ganz einfach als Rechts und damit als böse eingestuft. Benedikt XVI. weiß viel. Er hatte Zugang zu den Geheimarchiven des Vatikans, ist intelligent und liest viel. Er hätte seine Äußerungen wohl besser nicht nur auf die Kirche beschränken, sondern generell verkünden sollen. Immerhin hat er eine Moschee mit Kruzifix besucht im Gegensatz zu ein paar „Waschlappen“ am Tempelberg und Unterstützern von Schleppern – auch ein „68er“-Resultat.

Georg Igl

Gars

Die Süddeutsche Zeitung verbreitete weltweit: Ein katholischer Pfarrer aus dem mittelfränkischen Landkreis Roth sitzt wegen des Verdachts auf schweren sexuellen Missbrauch in Untersuchungshaft. Haftgrund sei Fluchtgefahr, sagte die Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke. „Im Falle der Erweislichkeit droht schließlich eine ganz empfindliche Strafe.“ Der heute 48-Jährige soll sich zwischen 1998 und 2001 in einer Pfarrei in der Oberpfalz mehrmals an einem Jungen vergangen haben, der noch keine 14 Jahre alt war. Wie die Ermittlungen nach so langer Zeit ins Rollen gekommen sind, wollte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth nicht sagen – „auch zum Schutz des mutmaßlichen Geschädigten“. So wurde 2013 von extrem vielen weiteren Medien der Ruf eines Priesters beschädigt, Kirchenaustritte verursacht. Doch danach kam die Unschuld des Pfarrers ans Licht! Alles war die Folge einer schmutzigen, erfundenen Aussage eines Einzigen gewesen! Bis zu 15 Jahre Haft hatte die Staatsanwaltschaft dem Priester angedroht! Mir sind ähnliche Fälle bekannt.

Hans Schnitzlbaumer

Bruckmühl

So, so, die existenzielle Krise der Katholischen Kirche und die endlose Skandalkette (Missbrauch von Kindern) treibt den emeritierten Papst Benedikt um, sodass er seine Sichtweise in einem Brief veröffentlichte. Sein Resümee: Die 68er-Bewegung sei Mitschuld an der Pädophilie, bei Ausbildung und Lebensform in Priesterseminaren sei es zu negativen Auswüchsen gekommen, gültige Normen seien über Bord geworfen worden, was sich auf Priester ausbreitete. Die gewaltige Krise könne nur aus der Erneuerung des Glaubens heraus bewältigt werden, so Benedikt. Ich bin es leid, dieses Gesülze zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle der Kirchenoberen zu hören. Die Wahrheit ist: Kindesmissbrauch ist eine Straftat, Punkt aus! Dies gehört mit allen Rechtsmitteln verfolgt. Dies einzufordern und wegen verjährter Delikte eine Amnestieregelung zugunsten der Opfer, deren Würde anzuregen, wäre seitens der Kirchenoberen überfällig. Erst kürzlich las ich wieder mal, dass ein Opferstock geplündert wurde, die Kirche umgehend die Polizei einschaltet, eben das Strafrecht bemüht. Sicherlich handelt es sich hier um einen unschätzbaren Wert im Gegensatz zu Missbrauchsfällen an wehrlosen Kindern. Gerade höre ich im Radio: „Geistliche haben Schüler bis Mitte der 90er-Jahre mit Kopfnüssen ,erzogen‘.“ Anscheinend habe ich die christliche Nächstenliebe völlig missverstanden?

Franz Kurzmeier

Rosenheim

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