Zum Artikel „Kühnert will nicht zurückstecken“ (Politikteil), zum Artikel „Sozialistische Visionen im Kreuzfeuer der Kritik“ (Politikteil), zum Artikel „Gabriel: Kühnert geht’s nur ums Ego“ (Politikteil) sowie zum Kommentar von Georg Anastasiadis „Merkel und Nahles sagen Danke“:
Abitur möglicherweise mit Hängen und Würgen geschafft, Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften abgebrochen, ein weiteres Studium der Politikwissenschaften (Fernstudium) derzeit ruhend, also ohne Berufsabschluss und folglich in seinem bisherigen Dasein wohl auch nur „Bescheidenes“ zum Wohle der deutschen Volkswirtschaft geleistet. Zugegeben sehr eloquent, das ist Kevin Kühnert. Und dieser „Loser“ oder wie er in einem Medium auch bezeichnet wurde, „Politclown“, erdreistet sich mit seinem verqueren Weltbild, uns den sozialistischen Umbau unseres Wirtschaftssystems zu empfehlen. Dieser Karl Marx im Westentaschenformat sollte sich lieber zuerst einmal mit der jüngeren Geschichte der Ostblockstaaten oder mit jener der ehemaligen DDR beschäftigen. Der Amerikaner R. Hubbard definiert Sozialismus: „Sozialismus ist Teilung der Gewinne ohne Verantwortlichkeit für Verluste“. Wie wahr!
Manfred D. Fischer
Mühldorf
Es war einmal, da waren reine Monopolbetriebe in staatlicher Hand. Diese Betriebe wie Bahn, Post, Energieversorger usw. funktionierten perfekt, aber sie wurden privatisiert. Nun will Kevin Kühnert Konzerne, die im Wettbewerb stehen, wie BMW, kollektivieren und damit ins Verderben treiben. Ich würde ihm sofort zustimmen, wenn er versuchen würde, die Monopolbetriebe wieder unter staatliche Kontrolle zu bringen. Das wäre sozialistisch und im Sinne der Bürger.
Ludwig Karrer
Stephanskirchen
Wieder einmal sorgt der Studienabbrecher, aber doch (oder deswegen) Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert für Schlagzeilen. Nach der Juso-Forderung für ein „Recht auf Abtreibung“ bis zum neunten Monat, will er jetzt große Betriebe „kollektivieren“ und den Immobilienbesitzern ihre nicht selbst genutzten Wohnungen enteignen. Forderungen aus der sozialistischen Mottenkiste. Es gibt doch genug Beispiele, dass so etwas nicht funktioniert: DDR, Ostblock, Venezuela. All diese Länder wurden von ihren revolutionären Führern in Grund und Boden gewirtschaftet. Gerade die einfachen Menschen dieser Länder mussten die Zeche dafür zahlen und verelendeten.
Kevin, aber auch andere Führungsfiguren der SPD haben aus diesen katastrophalen Beispielen nichts gelernt, sie hängen immer noch ihren gefährlichen kommunistischen Utopien nach. Aber es geht schon weiter: Die SPD-Justizministerin und Europa-Spitzenkandidatin Barley hat ihr Veto bei dem von Innenminister Seehofer geplanten Einbürgerungsverbot für Ausländer mit Mehr-Ehen eingelegt. Alle sollen zu uns kommen und von der arbeitenden Bevölkerung alimentiert werden. Unsere europäischen Normen sind den SPD-Granden ziemlich egal. Ich kann Ex-Verfassungsschutzpräsident Maaßen nur recht geben, als der vor linksradikalen und deutschfeindlichen Elementen innerhalb der SPD warnte. Man kann an die Wähler nur appellieren, die SPD dorthin zu schicken, wo sie hingehört: Unter die Fünf-Prozent-Hürde!
Fritz Händl
Riedering
Nach Kühnerts Zitat „Jeder sollte maximal den Wohnraum besitzen, in dem er selbst wohnt“, und der Begründung, dass es kein „legitimes Geschäftsmodell ist, mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten“, stellt sich mir die Frage, ob Bäcker ein ehrbarer Beruf ist, da dieser mehr Brote besitzt, als er selbst braucht und mit dem Hunger anderer Leute seinen Lebensunterhalt bestreitet. Also bitte auch alle Bäcker verstaatlichen! Irgendwie trifft dieses Argument auf jedes Unternehmen zu. Ich appelliere daher für eine Verstaatlichung aller Unternehmen und den direkten Anschluss Deutschlands an Kuba oder Nordkorea, weil diese Länder bewiesen haben, wie traumhaft dieses Wirtschaftssystem funktioniert.
Andererseits gibt es auch in Deutschland staatliche Unternehmen. Diese funktionieren bestens, generieren riesige Gewinne und sind zu jeder Tages- und Nachtzeit pünktlich – Ironie aus. Traurig ist nur, dass diese sinn- und hirnlose Diskussion über Kühnerts Utopia-Fantasien davon ablenkt, dass derartige Gehirngespinste nicht nur in der Linkspartei, sondern auch, beflügelt von Herrn Habeck, in der DNA der Grünen tief verankert sind. Tatsächlich bin ich fassungslos, dass die SPD inzwischen personell derart schlecht aufgestellt ist, dass ein 28-Jähriger ohne abgeschlossene Berufsausbildung, inzwischen zum inhaltlichen Taktgeber der SPD geworden ist, und bei vielen in der SPD als Heilsbringer gilt. Ich freue mich schon auf die Reaktion vieler Starnberger und Bogenhausener, wenn sie nach einer Bundestagswahl, bei der sie selbst Grün gewählt haben, mit einer Grün-Rot-Roten Enteignungskoalition aufwachen. Andererseits hoffe ich, dass dieser Kelch an uns vorbeigehen möge! Da lobe ich mir unser Bayern, in dem noch mehr gesunder Menschenverstand und Weitblick vorzuherrschen scheint.
Peter Mayer
Höslwang
„Lieber dummer Bub Kevin, du hast deiner Partei keinen großen Dienst erwiesen mit deiner Aussage, Automobilhersteller zu vergenossenschaftlichen sowie Haus und Grund zu enteignen. Mit deiner kläglichen Ausbildung kannst du ja nicht wissen, dass 2018 zum Beispiel Daimler 100000, der Chemiekonzern Evonik 80000, der Immobilien-Konzern Bücher aus Hessen 100000 Euro an die SPD gespendet haben. Letzten Endes kommt dieses Geld von den arbeitenden Steuerzahlern. Vom Staatssäckel kommen dann noch einmal 0,45 Euro für jeden Euro der Mitglieds- oder Mandatsträgerbeiträge sowie rechtmäßig erlangte Spenden, wenn 0,5 Prozent der gültigen Stimmen bei den Bundestags- und Europawahlen erreicht sind. Und woher kommt dieses Geld? Wieder vom dummen, arbeitenden Bürger. Warum sind sie jeder Wählerstimme wie der Teufel hinterher und jagen sich gegenseitig die Wähler ab? Sollten die Verstaatlichungs- und Enteignungsideen durchgesetzt werden, dann gibt es wenigstens bei der SPD keine Lobbyisten mehr, die ja letzthin in der Regierung anschaffen, so wie sie es gerne hätten.
Mach nur weiter so. In deiner Partei werden nur noch Träumer übrig bleiben, die von der üppigen Grundrente leben, ohne dass deren Besitz wie Haus und Grund große Autos, sonstiges im Ausland gut angelegtes Kapital geprüft wird. In den Bundestag wirst du es sicher noch schaffen, damit dein Auskommen in Zukunft gut abgesichert sein wird, wiederum auf Kosten des Steuerzahlers. Allerdings musst du dann in einem Kollektiv leben und deine persönlichen Bedürfnisse und Wünsche mit deinem Partner zurückstellen – es lebe die Planwirtschaft.
Annemarie Wagemann
Stephanskirchen
Ich lach’ mich fast schief. Da wirft ein Politiker dem anderen vor, „nur das eigene Ego sei wichtig“. Der Egozentrismus hat sich ja mittlerweile in allen Bereichen wie ein Virus festgesetzt. Neben den bekannten Vertretern des Größenwahns und des Narzissmus’ aus den USA und Russland geben gerade viele unsere Politiker guten Anschauungsunterricht, wenn es um die Gier nach Macht und Geld geht. Den Inhalt ihrer Eidesformel haben die meisten schon lange vergessen. Da geht es um so „nervige“ Dinge, wie die „Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, Pflichten gewissenhaft erfüllen“.
Und wenn dann einer kommt und den Finger in die Wunde legt, dann reagieren die Betreffenden in immer gleich in beleidigter und arroganter Manier.
Roland Schrödl
Waldkraiburg