Zum Artikel „Polizei stoppt Rennen“ (Regionalteil):
Es gibt zwei Arten von Autobegeisterten: Die, die ohne Sinn und Verstand durch die Straßen rasen und keine Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen, und die, die ihre Autos optisch verändern, weil ihnen die Standardoptik nicht gefällt, und sie etwas Individuelles erschaffen wollen. Ich finde es eine Frechheit, dass man diese zwei Gruppen in einen Topf wirft und die „Poser“, wie im Artikel geschehen, als gefährlich betitelt. Die Raser sind die Gefährlichen, aber nicht die, die ihre Fahrzeuge technisch und optisch verändern. Durch die Formulierung in der Zeitung könnte der Laie meinen, dass alle Leute, die ein umgebautes Fahrzeug fahren, per se gefährlich sind. Ich glaube, die Zeitung unterschätzt ihre Macht, die Meinungen anderer Leute zu beeinflussen. Man stellt die Personen, die nichts weiter tun, als zu versuchen, etwas Einzigartiges zu erschaffen, in ein extrem schlechtes Licht. Das ist verantwortungslos und beweist nur, dass sich die Autoren des Artikels nicht ausreichend mit diesem Thema beschäftigt haben. Jede Medaille hat zwei Seiten, so auch jede Geschichte.
Deshalb schlage ich vor, dass die Zeitung nicht immer nur Beiträge aus Sicht der Polizei veröffentlicht, sondern die Autoren auch mal die Personen fragen, die sich mit dem Thema tagtäglich beschäftigen: Die Tuner und nicht die Raser. Tuning ist ein Hobby.
Yannis Spilker
Rosenheim