Zur Berichterstattung zum Thema Feinstaub (Politikteil):
Das Ergebnis der Studie der Leopoldine Akademie zeigt auf, dass der Feinstaub aus unterschiedlichen Quellen für den Menschen gefährlicher ist, als die in der Öffentlichkeit diskutierten Stickoxide – soweit die Grenzwerte für Stickoxide eingehalten werden. Für mich ergibt sich die Frage, wie die Politik bundesweit und auf regionaler Ebene mit den Feinstaubemissionen der Silvesterfeuerwerke umgehen will. Jährlich werden in Deutschland 4500 Tonnen Feinstaub in die Luft geballert. Alle Autos und Lastwagen in Deutschland benötigen für dieselbe Summe zwei Monate. Wenn Feinstaub so gefährlich ist, dann ist die Politik aufgefordert, hier Regelungen zur Einschränkung der alljährlichen Ballerei zu treffen. In vielen Ländern sind öffentliche, geregelte Feuerwerke zu Silvester zwischenzeitlich die Regel. Neben dem Feinstaub verursachen die ungeregelten Silvesterfeuerwerke eine Unmenge von Müll – mit erheblichen Kosten für die Kommunen für die notwendige Entsorgung. Unsere Umwelt wird massiv geschädigt. Für Tiere sind die Feuerwerke massiver Stress. „Macht nichts, mir gefällt das Licht am Himmel für etwa 30 Minuten“ – das sagen offenbar viele Menschen. Wann reagiert die Politik?
Reinhard Graser
Kraiburg