Gedanken emotionsfrei analysieren

von Redaktion

Zum Artikel „Anti-Kinderbuch belastet Schulfrieden“ (Bayernteil):

Die Verfasserin des Anti-Kinderbuches „Kinderfrei statt kinderlos“, Frau Brunnschweiger, Lehrerin, sieht Kinder im Hinblick auf den Bevölkerungs- und CO2-Atem-Zuwachs als umweltschädlich. Zwei heiße, gekoppelte Tabu-Themen, mit denen sie die Verbrennung auf dem Beamten-Karriere-Scheiterhaufen riskiert. Man sollte beide Themen analysieren. Der Bevölkerungszuwachs auf unserem kleinen Planeten ist tatsächlich bedenklich: Eine Versechsfachung zwischen 1800 bis 2000 und mindestens eine Verdoppelung bis zum Jahr 2100. Unbegrenzt wird das zu einer Ressourcenknappheit und Vernichtung führen, auch wenn das erhöhte CO2 nachweisbar das Nahrungsmittelwachstum fördert. Zum CO2-Aspekt: Die Erde erwärmt sich unaufhaltsam, tendenziell, fluktuierend und auch mit Stagnationen seit der letzten Eiszeit über Warm- und Kaltperioden. Ob die vier Prozent CO2-Atem-Beiträge der Menschen-Kinder so signifikant sind, dass man bevölkerungsexplodierenden Ländern eine Geburtenreduktion empfehlen sollte, mag dahingestellt sein.

Sicher ist, dass weniger Menschen mehr Ressourcen zur Verfügung haben werden und wesentlich weniger Kohlenstoffdioxid produzieren. Die Gedanken von Frau Brunnschweiger sollte man emotionsfrei vor ihrer Verurteilung genauer analysieren.

Walter Wieland

Prien

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