Jeder ist selbst verantwortlich

von Redaktion

Zum Bericht „Seitdem gelähmt: Bergsteiger geht betrunken auf Toilette und fällt aus Hütte – Klage gegen Wirt“ (Weltspiegel):

Mit Entsetzen habe ich die Meldungen zum Thema „Rechtsanwalt möchte Bergungskosten nicht zahlen“ und der Pächter der „Tutzinger Hütte soll für die Folgekosten des Unfalls eines stark betrunkenen Gastes aufkommen“ gelesen. Ich bin der Meinung, dass nach wie vor jeder, der in und auf den Berg geht, für sein Handeln selbstverantwortlich ist, inklusive des Verhaltens auf und in einer Berghütte.

Wenn die Rechtsschutzversicherungsmentalität – will sagen, „ich gebe jede Verantwortung ab“ – nun auch in den Bergen um sich greift, soll und muss zum Beispiel der DAV als Vertreter des schützenswerten Raums der Berge dringend aktiv werden, und in den beiden genannten Fällen dem Hüttenpächter sowie der Bergwacht alle mögliche Unterstützung zukommen lassen, damit diese unsägliche Abgabe der Verantwortung für das eigene Handeln und deren Folgen nicht zum Standard wird.

Die Berge sollten nicht in der Pauschaltourismusmentalität erlebbar werden, sondern mit dem notwendigen Respekt betreten werden, damit ihre Einzigartigkeit auch für die kommenden Zeiten noch erhalten bleibt.

Andrea Bayer

Rosenheim

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