Recht auf Selbstbestimmung

von Redaktion

Leserbrief zum Artikel „Spahn droht mit 2500 Euro Buße für Impf-Muffel“ (Abendausgabe) und zum Leserbrief Rudi Seifert „Pro und Contra zur Impfpflicht“:

Seit einigen Wochen gibt es die Möglichkeit eine vom Verein „Ärzte für individuelle Impfentscheidung“ initiierte Online-Petition an die Bundesregierung mit dem Titel „Deutschland braucht keine Impfpflicht“ zu unterschreiben. Rund 115000 Deutsche haben bis jetzt gezeigt, dass sie gegen die Pläne von Jens Spahn sind, eine Masernimpfpflicht einzuführen und sogar Bußgeld zu verlangen. Unter ihnen sind zahlreiche gut ausgebildete und erfahrene Ärzte, die sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Sind die Unterzeichner, die täglich mehr werden, alle schwachsinnig? Dann bin ich ja in ganz guter Gesellschaft.

In Bezug auf das Impfen und insbesondere auf eine Impfpflicht gibt es unterschiedliche Meinungen – und das darf auch weiter so sein, schließlich leben wir in einer Demokratie, in der die freie Meinungsäußerung ein hohes Gut ist, beziehungsweise sein sollte. Mindestens ebenso wichtige Grundrechte sind die Rechte auf körperliche Unversehrtheit, auf Selbstbestimmung und auf Pflege und Erziehung der eigenen Kinder. Und diese Rechte werden durch die Impfpflicht bedroht.

Fakt ist, dass Kinder gegen zwölf Krankheiten geimpft werden sollen und die ersten Impfungen schon an zwei bis drei Monate alten Babys stattfinden. Fakt ist, dass Impfungen Auswirkungen auf den Körper haben und sogar ernsthafte Schäden hervorrufen können. Fakt ist, dass mit Impfungen viel Geld verdient wird und damit viel Macht und Einfluss verbunden sind. Bei diesen Tatsachen, zu denen man noch mehr hinzufügen könnte, sollte erlaubt sein, dass man sich als Mutter/Vater bestimmte Fragen stellt und sich gründlich informiert, bevor man sich entscheidet, ob, wann und in welcher Form man seine Kinder impfen lassen möchte. Und dieses Recht auf Selbstbestimmung darf nicht durch ein Gesetz eingeschränkt werden.

Edith Geisreiter

Wasserburg

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