Zum Artikel „Das Ziel ist richtig, der Weg ist falsch“ (Bayernteil):
Schön, dass sich Bezirkstagspräsident Franz Löffler erstmals zum Volksbegehren Pflegenotstand geäußert hat. Traurig dabei ist nur, dass es erst so weit kommen muss, bis die Damen und Herrn, die in der Verantwortung stehen, sich mit dem Thema befassen. Jeder „Normalsterbliche“, der in so einer Situation seine Erfahrung machen durfte, kann ein Lied davon singen, unter welchem Zeit- und Arbeitsdruck unser gut ausgebildetes Pflegepersonal schon über Jahre steht und noch weiter stehen wird, bis unsere gewählten Entscheidungsträger/innen sich einmal bemühen, dem entgegenzuwirken.
Mehr Bürokratie wird es sicher nicht dadurch geben, wenn sich Betroffene mit einer Resolution an die Politik wenden, die über Jahre des Wissens der Situation in den Krankenhäusern und Pflegeheimen nichts unternommen haben, um die Mängel zu beheben. Heimat und Heimatpflege sind sicher wichtige Themen in einer Vollversammlung, aber genauso wichtig sind Themen, die unser Pflegepersonal überbeanspruchen und krank machen. Hoffentlich bewegt sich auf diesem Sektor bald etwas.
Anton Kadirogli
Rosenheim