Zum Artikel „Forscher: E-Autos schaden Klima“ (Titelseite):
Die Schlagzeile sollte wohl den dort erwähnten „hitzigen Dauerstreit“ neu entfachen. Es wird der Eindruck erweckt, dass neue Forschungsergebnisse einen Nachteil der E-Autos gefunden hätten. Tatsächlich hat aber nur der Finanzwissenschaftler Dr. H-W. Sinn eine Studie verfasst, in der er nur durch Mithilfe von zwei Fachleuten keinen „Un-Sinn“ verbreitet hat. Wer diese Studie liest, bemerkt, dass einige längst bekannte Grundsätze ihm als so bedeutungsvoll erscheinen (Wasserstoff- und Methanerzeugung mit überschießendem Sonnen- und Windstrom), dass er andere Fakten kaum erwähnt und daher unterbewertet.
Die zunächst durch Laptop-Batterien initiierten E-Autos bewirken derzeit eine Entwicklung hin zu Antriebsmotoren ohne seltene Erden und zu Batterien mit stark reduziertem Kobaltgehalt. Die Fertigung der Batterien kann zunehmend mit Solarstrom erfolgen. Die Verbreitung der Batterietechnik in Autos hilft dazu, die erste Stufe der Speicherung der volatilen Erneuerbaren (Kurzzeit-Speicherung und Regelung) bald sicherzustellen. Die zweite Stufe der Speicherung wird dann die Wasserstofferzeugung und -lagerung sein. Dieser Wasserstoff wird dann in Langstreckenfahrzeugen über Brennstoffzellen die Elektromotoren antreiben, wobei trotzdem noch Batterien nötig sind. Eine heutige Verteufelung der mit Batterien angetriebenen Elektroautos ist daher für die zukünftige Klimarettung kontraproduktiv, die Entwicklung dieser Batterietechnik verhindert nicht die Brennstoffzellenentwicklung, und der Wasserstoff wird kommen! Dass dieser Wasserstoff auch einfach verbrannt werden kann, ist selbstverständlich, aber die Nitrosen-Gase sollte man dabei nicht wieder vergessen. Schade, dass nicht diese Zusammenhänge kommuniziert werden.
Professor Dr. Bernhard
Liesenkötter
Rosenheim