Man muss mehrere Wege gehen

von Redaktion

Zur Berichterstattung über das Thema Wohnungsnot (Titelseite, Politik- und Bayernteil):

In Deutschland herrscht Wohnungsnot. Das ist nichts Neues, der Wohnraum wird knapper. Der Grund dafür liegt darin, dass es immer mehr Singlehaushalte gibt. Ein weiterer Grund ist der erhöhte Zustrom in Ballungsgebiete und der hohe Anteil von Migranten. Das führt zur Verknappung von Wohnraum und zwangsläufig zur Erhöhung der Mieten. Nach den Gesetzen des Marktes aber bestimmen Angebot und Nachfrage die Preise. Das wird von vielen als Abzocke verurteilt. Diese Reaktion ist verständlich. Trotzdem können wir das Prinzip der freien Marktwirtschaft nicht aufgeben.

Wie kann also das Problem gelöst werden? Hierfür gibt es zwar keine Patentlösung, man muss daher mehrere Wege gehen. Tatsache ist, es müssen mehr Wohnungen gebaut werden. Es ist notwendig, dass der soziale Wohnungsbau wieder verstärkt angekurbelt wird. Wir brauchen auch Wohnungen mit einer „Standartausstattung“, also ohne unnötigen Luxus. Man kann teuer aber auch preiswert bauen. Überhöhte Mieten kann man nur verhindern, wenn man das Angebot erhöht. Das Ansinnen der Grünen, Wohnungen zu enteignen, ist kommunistisches Gedankengut. Hier zeigt diese Partei wieder einmal, dass sie eine „Melonenpartei“ ist, nämlich außen grün und innen rot.

Es gibt noch eine Möglichkeit, weiteren Wohnraum zu schaffen. In den Städten gibt es viele Häuser, die ohne Weiteres um ein oder zwei Etagen aufgestockt werden könnten. Das spart Fläche, außerdem sind sowieso viele Dächer marode. Die Finanzierung könnte so aussehen: Der soziale Wohnungsbau finanziert die Aufstockung beziehungsweise den Ausbau eines Dachgeschosses und kassiert dafür die Miete solange, bis der Kredit getilgt ist. Der Hausbesitzer hat den Vorteil, dass seine Immobilie im Wert steigt, ohne dass er investieren muss, und später weitere Mieteinnahmen.

Wolf Baminger

Flintsbach

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