Den Fans reinen Wein einschenken

von Redaktion

Zum Artikel „Starbulls Rosenheim gehen nicht auf Sparkurs: Ein Großteil der Mannschaft steht bereits“ (Sportteil):

Wenn ich mir die letzte Stellungnahme von Herrn Thaller und auch die vorhergegangenen Aussagen der anderen Vorstandsmitglieder in puncto Etat und Planungen durch den Kopf gehen lasse, komme ich zu der Überzeugung, dass der Vorstand die Oberliga als die „passende Heimat“ für die Starbulls sieht. Man sollte dann aber den Fans reinen Wein einschenken und nicht wie in den vergangenen Jahren vom Saisonziel Aufstieg sprechen, um eventuell den Dauerkartenverkauf anzukurbeln. Sicher würde man einen Aufstieg wahrnehmen, jedoch fühlt man sich in Anbetracht der für Oberligaverhältnisse hervorragenden Zuschauerzahlen dort wohl. Trotz der gegenüber anderen Oberligavereinen höheren Einnahmen ist es bedenklich, dass es der sportlichen Leitung bisher nicht gelungen ist, einen hochwertigen Kader auf die Beine zu stellen, der spielstark und meisterschaftstauglich ist. „Underdogs“ wie Peiting machen es uns vor, wie das geht.

Das Aushängeschild der Starbulls Rosenheim muss die Erste Mannschaft sein und nicht – wie der Vorstand Sport Stephan Gottwald kundtut – der Nachwuchs. Es ist nichts gegen eine gute Nachwuchsarbeit einzuwenden, sie ist sogar sehr wichtig. Es muss aber – wie in früheren Zeiten – etwas dabei rauskommen. Wir bilden derzeit doch in erster Linie für höherklassige Vereine aus. Diese freuen sich über gut ausgebildete Rosenheimer Nachwuchsspieler. Die sehr guten Leute kann man in der Oberliga nicht halten. Bleiben tut das Mittelmaß mit höchstens Oberliganiveau. Ein Eigengewächs wie Christoph Gottwald, ein in der Oberliga grundsolider Verteidiger wurde in die „Wüste“ geschickt und ein Felix Linden gleich für zwei Jahre verpflichtet, der keinen Deut stärker ist, jedoch mit Sicherheit deutlich mehr verdient. Unverständlich!

Johann Billmayr

Steinhöring

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