Die Europawahl und ihre Folgen

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die Europawahl (Politik-, Regional- und Lokalteil):

Es gibt ein Zitat, das vom früheren französischen Ministerpräsidenten Georges Clemenceau stammen soll: „Wer mit 20 Jahren nicht Sozialist ist, der hat kein Herz. Wer es mit 40 Jahren noch ist, hat kein Hirn.“ Würde Clemenceau heute nach der Europawahl sagen, „wer mit 18 Jahren nicht grün wählt, hat kein Herz, wer mit 40 Jahren noch grün wählt, hat kein Hirn?“ Die Mehrheit der Schweden war bei der Europawahl nicht mehr „grün hinter den Ohren“ und hatte trotz ihrer „Lichtgestalt“ Greta Thunberg wohl „Hirn“, denn die schwedische „Grüne Partei“ erlitt so schwere Verluste, dass sie zukünftig statt bisher vier nur noch zwei der 20 schwedischen Sitze im Europaparlament besetzen wird. Hingegen himmeln vor allem Deutschlands nicht nur junge Wähler Thunberg und die Grünen an, bis sie merken werden, dass diese (mit Verantwortung in einer Regierung!) auch nur mit Wasser kochen – vorausgesetzt, die Sonne scheint oder der Wind weht. Da fällt mir eine etwas angepasste Anekdote ein: Kam der Enkel zu seinem Opa und klagte ihm sein Leid über seinen Vater, der immer anderer Ansicht sei. „Hab’ Geduld mit deinem Vater“, sagte der Opa zum Enkel. „Als ich noch, wie du, zur Schule ging, hat mein Vater auch immer eine andere Ansicht gehabt, als ich. Als ich dann studierte, hat mein Vater meine Ansicht wenigstens angehört. Doch als ich dann meine erste Arbeitsstelle hatte, verheiratet und selbst Vater war, hatte mein Vater schließlich dieselben Ansichten, wie ich“. Ob allerdings vor allem Deutschland bis dahin warten kann?

Hans Kürner

Rosenheim

Die schlechte Regierungsarbeit im Bund, die kürzlich erfolgte „fette“ Diätenerhöhung der Abgeordneten um gleich mehrere hundert Euro, Wohnungsmangel, das blasse Erscheinungsbild von Frau Merkel mit ihrer „Wegducktatik“ im Europawahlkampf sind ebenso für den exorbitanten Stimmenzuwachs der Grünen verantwortlich, wie die „Schülerfuturedemos“, denen seitens der Schulbehörden kein Einhalt geboten wurde, und das seit Jahren existierende Strache-Video, das just kurz vor der EU-Wahl platziert wurde. Eine breite Anti-Kohle- und Umweltdebatte lassen doch ein eigenartiges „Gschmäckle“ aufkommen. Die sozialistische Partei der Grünen ist bekannt dafür, dass sie mit allen Tricks arbeitet – wenn es hier anders gewesen wäre, würde es mich wundern. Den Sieg der Grünen müssen die Bürger in Zukunft finanziell teuer bezahlen und damit auch das Versagen der Groko. Diese EU-Wahl hinterlässt einen üblen Nachgeschmack der Wahlbeeinflussung.

Rainer Hellwig

Raubling

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