Zum Artikel „Flugreisende immer jünger“ (Titelseite):
In den Abendnachrichten konnte man sehen, dass Hunderttausende jüngerer Menschen, darunter überwiegend Mädchen und junge Frauen, an den Protesten „Friday of Future“ teilnahmen. Garniert wurde das Ganze noch durch hehre Manifeste der Grünen. In einer OVB-Ausgabe steht ganz vorne der Artikel „Flugreisende immer jünger“. Wie passt das zusammen? Einige Zitate aus dem Artikel: „Die Passagiere am Flughafen München werden immer jünger. Junge Leute wollen nach Schul- und Berufsabschluss die Welt entdecken, Berufspraktika und Begegnungsprojekte erleben. Der Frauenanteil ist von 34 auf 47 Prozent und der Anteil der Reisenden, die aus privaten Gründen unterwegs sind, ist auf 61 Prozent angestiegen“. Der Klimakiller Flugverkehr erzeugt offensichtlich keine Flug-Scham. Da fährt Frau Schulze (Grüne) sicherlich nicht nur zum Eisessen nach Kalifornien. Aber die Gründe möchte ich schon einmal wissen, was da so wichtig war, dass man über 10000 Kilometer an die Westküste der Vereinigten Staaten fliegen muss.
Zu den Weihnachts-, Pfingst- und Sommerferien stehen unendliche Warte-schlangen überall an den Flugschaltern. Man will ja im Urlaub auf nichts verzichten. Schein und Wirklichkeit klaffen da ganz erheblich auseinander. Bei der „Fridays of Future“-Bewegung drängt sich bei mir der Eindruck auf, dass Greta, insbesondere ihre Hintermänner, sehr erfolgreich nicht wirklich erkennbare Ziele verfolgen. „Events and Action“ sind ein gutes Hilfsmittel, irgendwelche Ideen publik zu machen. Da ist größte Vorsicht angebracht, dass man das Kind nicht mit dem Bade ausschüttet.
Die Thematisierung des Klimawandels hat den Grünen einen Stimmenzuwachs gebracht. Deutschland kann aber das Weltklima nicht wirklich retten. Das ist nur möglich, Wahlergebnis hin oder her, wenn die mit Abstand größten Klimasünder Amerika, China und Indien, mitmachen. Amerika ist ausgestiegen, China und Indien sind an diesem Thema wenig interessiert.
Manfred Diezinger
Grassau