Vom Parkraum zu E-Ladezonen

von Redaktion

Zum Kommentar von Martin Prem „Der jüngste Auto-Gipfel: Es bleibt beim Stückwerk“:

Politik und Medien befassen sich verstärkt mit dem enormen Rückstand beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland. Wenn man sich die Enge und Parknot in deutschen Städten vor Augen hält, fragen sich Bürger und Autofahrer, wo denn die zigtausende von Stellflächen für E-Fahrzeuge so schnell herkommen sollen. Nachdem Grund und Boden nicht vermehrbar sind, wird es nur wenige neue, zusätzliche Flächen geben, das heißt, es muss umgewidmet werden, von normalem Parkraum auf E-Ladezonen. Ein Pkw wird innerstädtisch meist nur so lange geparkt, wie der Anlass, also der Einkauf, der Arzt- oder Behördenbesuch dauert. E-Mobile dagegen werden ihre Ladezonen vermutlich länger belegen, insbesondere dann, wenn zu Hause kein Strom getankt werden kann. Auch auf den Parkflächen an Autobahnen und Schnellstraßen dürfte es enger werden. Manche Rastplätze steuert man heute schon vergebens an, weil geplagte Lkw-Fahrer dort ihre Pausen verbringen müssen. Will man auch noch Pkw-Ladepunkte installieren, müssen Flächen geschaffen werden. Nur Großmärkte und Einkaufszentren könnten aus der Not eine Tugend machen und neben preisgünstigem Tanken bald privilegiertes „Park-Laden“ anbieten.

Norbert Vogel

Schechen

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