Zum Leserbrief von Peter Eisner „Am Nasenring durchs Parlament gezogen“:
Als „Auslandsösterreicher“ muss ich energisch widersprechen. Herr Eisner hat bei seinem Leserbrief vergessen, seine „rote Brille“ abzusetzen. Denn Herr Deutschländer hat mit seinem Kommentar recht. Die SPÖ und die FPÖ haben die Regierung gemeinsam abgewählt. Ich betone gemeinsam, denn Tage zuvor waren sie die „besten Feinde“. Verwunderlich war besonders, dass der von der SPÖ so verhasste Ex-Innenminister Herbert Kickel, gegen den die SPÖ zigfache Misstrauensanträge gestellt hatte, plötzlich während der Nationalratssitzung vertraute Gespräche mit den Granden der SPÖ führte. Dies war im Fernsehen bestens zu betrachten. Deshalb ist es richtig, dass es „der düstere Pakt der SPÖ“ ist. Dass es der SPÖ und FPÖ beim Misstrauensantrag klar um Rache ging, erklärt sich auch aus der Tatsache, dass sich ihr Antrag auf die gesamte Regierung bezog. Was haben Minister, die wenige Tage im Amt waren, getan, dass einen Misstrauensantrag rechtfertigt? Wäre es der SPÖ und der FPÖ um die Sache gegangen, hätten sie sich dem schon zuvor von der „Liste Jetzt“ allein gegen Kanzler Kurz gestellten Misstrauensantrag anschließen können. Haben sie aus genannten Gründen nicht getan. Jetzt hat der österreichische Wähler das Wort und die Macht mit seiner Stimme im September die entsprechende Antwort bei der Wahl zu geben.
Alexander Hirczy
Neubeuern