Zur Berichterstattung über die Lkw-Blockabfertigung an der österreichischen Grenze (Bayern-, Regional- und Lokalteil):
Vor Kurzem wurden die Kufsteiner Blockaden mit „Machtspielchen“ überschrieben. Man könnte es auch fast mit „Feindseligkeiten“ benennen, was hier von Tiroler Seite angekündigt oder spontan ins Werk gesetzt wird. Von guter Nachbarschaft kann hier keine Rede mehr sein. Die Bundesautobahn-Anrainer im bayerischen Inntal und darüber hinaus werden als Geiseln genommen. Aber „umkehrt werd a Schuah draus“: Warum wird denn nicht mit gleicher Münze zurückgezahlt? Also, immer wenn von Bayern nach Tirol nur 300 Lastwagen einreisen dürfen, dürfen eben von Tirol nach Bayern auch nur 300 einreisen. Könnte ja vielleicht einen Rückstau bis Wörgl zur Folge haben. Den bayerischen Inntalern würde Gutes getan. Conclusio: Schon traurig, wenn sich bayerische und Politiker aus Tirol nicht zusammenfinden können.
Hans Daxer
Marquartstein
Durch die Blockabfertigung fährt nicht ein einziger Lastwagen weniger auf Österreichs Straßen, nur eben zu einem anderen Zeitpunkt. Die Blockabfertigung an der Grenze ist reine Schikane, durch die nur Aufwand, Gefahr und Dreck auf deutscher und italienischer Seite verursacht wird. Aber: Es ist kein Mensch gezwungen, aus Urlaubs- oder Freizeitgründen nach Österreich zu reisen. Man könnte es also einfach sein lassen und abwarten, was passiert, wenn die Deutschen in Österreich ausbleiben. Aber solange so viele Deutsche trotzdem immer wieder hinfahren und Geld dorthin tragen, gibt es keinen Grund für die Tiroler, ihr anmaßendes Benehmen einzustellen. Der Erfolg gibt ihnen ja recht. An alle, die deswegen im Stau stehen: selber schuld.
Franz Kaiser
München
Ich habe in den letzten Tagen mehrfach eine „einseitige“ Berichterstattung zur, aus meiner Sicht notwendigen, Blockabfertigungen im OVB gelesen. Wer mehrfach von Tirol über Kiefersfelden auf der Autobahn ausreist, erlebt täglich kurze bis mehrere Kilometer lange Rückstaus nach Tirol, die aber durch die Kontrollen der deutschen Behörden entstehen und nicht von den Tirolern. Aber dazu schweigt man im OVB.
Wilfried Osanna
Oberaudorf
Was müssen sich die Anwohner des Inntals eigentlich noch alles gefallen lassen bezüglich der Schikanen unserer österreichischen Nachbarn? Nicht nur Kilometer lange Lastwagen-Staus bis zum Irschenberg, fehlende Polizeipräsenz im Umland, Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Inntal-Autobahn, nein, jetzt muss man sich auf der Inntal-Autobahn bei erlaubten 80 Kilometer pro Stunde bedrängen lassen. Wann wird hier endlich reagiert? Macht die Grenze in Salzburg und in Kiefersfelden dicht – die gleiche Blockabfertigung, wie sie die Österreicher machen. Sollen die doch auch die gleichen Probleme mit parkenden Lastwagen überall, fehlenden Polizeikräften und dichten Autobahnen haben – wie wir. Vielleicht geht so unseren Nachbarn auch mal ein Licht auf!
Sabine Gruber
Raubling