Zum Artikel „Klimaschutz: Was jeder Einzelne tun kann“ (Blickpunkt) sowie zum Artikel „Der Klimawandel wirkt immer stärker“ (Blickpunkt) und zum Artikel „Kampf um Klima und Konzepte“ (Politikteil):
Wir leben wohl bald in Deutschland emissionsfrei, auf Kosten der Dritten Welt. Denn ob in Afrika, Nord-, oder Südamerika, Lithium wird auf Kosten ganzer Dörfer gefördert, indem man für die Gewinnung Grundwasser aus bis zu 200 Metern Tiefe dem Boden entzieht und damit den ohnehin schon am Limit lebenden Bewohnern die Lebensgrundlage nimmt. Ist das die Lösung? Die Befürworter der E-Mobilität – vor allem die Grünen – sollten sich einmal Gedanken darüber machen, was man diesen Menschen antut, wenn ganze Landstriche verwüstet werden. Was sagen die Umwelt-Verbesserer dazu, wenn weltweit 1400 Kohle- und etwa 145 Atomkraftwerke im Bau oder in Planung sind. So ist jedenfalls die Welt nicht zu retten und daran wird das kleine Deutschland nichts ändern. Eine Lösung wäre mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge, weniger Emotionen, mehr Sachlichkeit, vor allem aber erst denken und dann handeln, Letzteres fehlt in vielen Bereichen unseren Politikern.
Klaus Leber
Stephanskirchen
Über Klimaorganisationen kann man sich de facto ein gutes Gewissen kaufen und trotzdem in den Urlaub jetten. Und der Clou: Die Leute glauben diesen Schwachsinn. Ist ja super, wie früher der Ablasshandel.
Franz Haushofer
Rott
Allmählich wird das Problem eingekreist. Ein Aspekt muss jedoch noch stärker beachtet werden. Wenn der Eintrag von Kohlendioxid in die Atmosphäre mit Kosten belastet wird, egal ob durch eine Steuer oder durch den Kauf von „Verschmutzungszertifikaten, dann muss das Gegenteil, nämlich die Entnahme von Kohlendioxid aus der Lufthülle, vergütet werden. Durch die Fotosynthese wird Kohlendioxid aus der Lufthülle entnommen und in Biomasse umgewandelt. Die Kohlendioxidbilanz der Gemeinde Söchtenau ist wie folgt: Durch Verbrennung von fossilen Energieträgern (Heizöl, Diesel, Benzin, Erdgas) werden 13800 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr erzeugt.
Im Gegenzug werden durch Fotosynthese 35000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr aus der Atmosphäre entnommen und in 23000 Tonnen Biomasse umgewandelt. Diese Biomasse muss man unterscheiden in Biomasse A, B und C. A ist kurzfristige Biomasse (zum Beispiel Gras), die in der gleichen Vegetationsperiode wieder in Kohlendioxid zurückverwandelt wird. Biomasse B wird mehrere Jahrzehnte aus dem Kohlenstoffkreislauf entzogen (zum Beispiel Holz). Biomasse C ersetzt bei der Verbrennung fossile Energieträger. Typ B und C binden zusammen 14000 Tonnen Kohlendioxid, also eben so viel wie durch Verbrennung von fossilen Energieträgern erzeugt wird. Das nennt man klimaneutral.
Dr. Heinz Brecht
Söchtenau
Wenn es den führenden und finanzierenden Lenkern wirklich um Menschenschutz ginge, hätten sie ihre Energie in Schutzmaßnahmen gegen Wasserfluten, in Wüstenbewässerungen, bessere Hausbauten und so weiter gelenkt und eine erfolgreiche Entwicklungspolitik praktiziert. Selbst wenn die Klimaveränderung menschengemacht sein sollte, wäre das vorrangig. Das hat aber in Überschwemmungsgebieten nicht einmal Amerika geschafft. Auch verträgliche Umsiedlungen wären angezeigt, um Klimaflucht zu vermeiden. Das wäre „Aufrüstung für Menschen!“. Übertriebene Klimagesetze führen zur Deindustrialisierung in der „Deutschland AG“. Finanzströme fließen zum Nutzen der „Finanzoligarchie“ nicht in die produktive Realwirtschaft. Folge: Lebensstandard, Kultur, Soziales schwindet. Mit dem Thema CO2 ist wieder eine neue Spielwiese für Spekulanten aufgetan. Ohne unabhängige, lenkende Wissenschaft und Entrümpelung unserer überflüssigen Produktionen und Institutionen nebst erforderlicher Finanzwende ist auch die noch gute „BRD-AG“ nicht zu retten. Dabei gibt es Fachleute, die Lösungen anbieten, aber man hört sie im Mainstream nicht. Auch der „Vollkaskokonsument“ will von all dem nichts wissen. Freiheit, Gier, Prestige und Spaß über alles?
Hans-Jürgen Ehlers
Rosenheim