Zu den Artikeln „Der Prinz holt sich den Titel“ und „König Ludwig lebt in unseren Herzen fort“ (Bayernteil):
Im Oberbayerischen Volksblatt (OVB) konnte man vor Kurzem lesen, dass Prinz Luitpold von Bayern die erste Wettfahrt bei der Fraueninsel-Regatta gewonnen hat. Und zum 133. Todestag von König Ludwig II. werden in derselben Zeitungsausgabe das Oberhaupt der Wittelsbacher, Herzog Franz von Bayern und der in Afrika als Entwicklungshelfer tätige Prinz Ludwig von Bayern erwähnt. Ach, wie schön wäre es, wenn wir in Bayern noch eine Monarchie mit König, Prinzen und Herzögen hätten! Aber bereits im Jahr 1919 wurden in Deutschland sämtliche Adelstitel abgeschafft. Seitdem gibt es keine Prinzen und auch keine Herzöge mehr – diese Titel wurden Bestandteil des Namens. Die korrekten Bezeichnungen wären also Luitpold Prinz, Franz Herzog und Ludwig Prinz von Bayern. In Österreich war man im Jahr 1919 noch etwas konsequenter, und es wurde sogar das „von“ abgeschafft. So musste im Vorjahr Karl Habsburg, Enkel des letzten österreichischen Kaisers, eine Geldstrafe von 70 Euro bezahlen, weil er sich auf seiner Homepage „karlvonhabsburg“ nannte.
Dr. Richard Kirchlechner
Rott