Zur Berichterstattung zum Thema „Maria 2.0“ (Politik-, Bayernteil und Titelseite):
Gott schuf den Menschen nach seinem Abbild, als Mann und Frau erschuf er sie (Genesis 1,27). Mann und Frau sind gleichwertig, aber nicht gleichartig. Zur gegenseitigen Ergänzung und zur unterschiedlichen Berufung sind sie mit verschiedenen Gaben ausgestattet. „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ hat Jesus im Abendmahlsaal nur zu den um ihn versammelten Aposteln gesprochen. Seine heiligste Mutter Maria und die anderen Frauen waren in der Nähe dieses großen Geschehens und wären bestimmt nicht weniger „würdig“ für diesen Auftrag gewesen. Unter diesen Frauen war keine Verräterin, keine, die ihn dreimal verleugnete und auch keine, die bei der Passion geflohen ist. Trotzdem hat Jesus nur Männer für diese Aufgabe in der Kirche bestimmt. Um diesen Dienst in der Nachfolge des Mannes Jesus erfüllen zu können, erhalten sie die Weihe zum Diakon, Priester und Bischof. Die Frau hat als nicht weniger große Berufung das Leben, die Mutterschaft in geistiger oder körperlicher Natur und ist hierzu mit großen Gaben und Talenten ausgestattet: Denken und Fühlen vom Herzen her im Gegensatz zum mehr kopfgesteuerten Mann, ausgeprägtes Gefühlsleben, Zärtlichkeit, Wärme, Fantasie und Sprachbegabung, künstlerische Talente und so weiter befähigen sie hierzu. Wie fad und langweilig wäre es doch, wenn Mann und Frau gleich wären.
Ich bin mir sicher, dass die Ordensfrau Theresa von Avila im Himmel genauso groß und heilig ist wie ihr priesterlicher Mitreformator Johannes vom Kreuz. Auch Mutter Theresa oder Schwester Faustina werden nicht weniger glücklich sein in der ewigen Freude als der Priester und Papst Johannes Paul II., der sie im Dienst der Kirche heiliggesprochen hat. Hervorzuheben ist die Frau und Gottesmutter Marie, die ohne Priesterberufung als Heiligste unter allen Geschöpfen über allen Engeln und Menschen steht.
Joseph Hartmann
Kiefersfelden