Seenotrettung ist etwas völlig anderes

von Redaktion

Zum Artikel „Italien will Strafen für Flüchtlingshelfer“ (Politikteil):

Ich kann die Italiener gut verstehen! Von der „Allmacht EU“ werden ihnen in enormer Anzahl Wirtschaftsmigranten aus Afrika aufgezwungen, was sich bereits sichtbar destabilisierend auf große Teile des Landes auswirkt. Es handelt sich bei den „Seenotrettern“ um politisch akzeptierte oder sogar geförderte Schlepperorganisationen. Diese selbsternannten „Seenotretter“ erzeugen eine enorme Sogwirkung. Europa kann aber nicht große Teile der afrikanischen Bevölkerung aufnehmen, zumal sich die Bevölkerungszahl dort pro Jahr um etwa 40 Millionen Menschen erhöht – eines der wesentlichen Probleme in Afrika.

Seenotrettung ist etwas völlig anderes. Die in den Medien gezeigten überfüllten Schlauchboote sollen eine Rettung auf hoher See suggerieren. Diese Boote eignen sich höchstens als „Badeplattform“, aber nicht für eine geplante 60-stündige Überfahrt von 300 Kilometern über das offene Wasser bis zur nächsten Küste. Seegängige Boote sehen völlig anders aus. Für Treibstoff, Wasser und Proviant ist nicht der nötige Platz. Auch würden schon kleinste Wellen diese Schlauchboote zum Kentern bringen. Kein Mensch würde sich in solch ein Boot setzen, wäre er sich nicht sicher, dass er nach kurzer Fahrt bei ruhiger See von einem anderen Boot übernommen wird. Über das AIS-System (Automatic Identification System) können die Migranten exakt die Positionen dieser „Flüchtlingshelferboote“ ermitteln, um genau dann die Küste zu verlassen, wenn sich ein sogenannter „Seenotretter“ in unmittelbarer Nähe befindet.

Meiner Meinung nach sollte man in dieser Sache die Vorgehensweise der Australier und Neuseeländer übernehmen. Viel weniger Menschen würden sich in Gefahr begeben, da keiner mehr versuchen würde eine wahre Odyssee anzutreten. Es gäbe weder etliche Tote noch unkontrollierte Migrationsströme.

Herbert Ganss

Breitbrunn

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