Zur Berichterstattung über die Seenotrettung (Titelseite und Politikteil):
Die verhaftete Kapitänin hat sich unter dem fadenscheinigen Vorwurf, Menschen zu retten, der Beihilfe zu einer Straftat schuldig gemacht. Es handelte sich nicht um eine „Rettung“, wie fälschlich vorgegeben, sondern um die Schleusung von Flüchtlingen, die sich gezielt illegal aufs Meer und somit in Gefahr begeben haben – weil sie wussten, dass sie so „gerettet“ und nach Europa gebracht werden. Um Seenotrettung handelt es sich dann, wenn ein legal fahrendes Schiff beispielsweise sinkt – aber eben nicht, wenn man den Zustand gezielt herbeiführt. Dann ist es kriminell. Die Menschen sollten der Tatsache ins Auge sehen, dass unsere Hilfsbereitschaft auf das Übelste missbraucht wird. Italien handelt somit juristisch meines Erachtens korrekt. Hoffentlich ist das ein Denkzettel für „Schleuserorganisationen“. Mein Appell: Helft den Menschen in ihren Ländern, aber unterstützt sie nicht bei der Umsiedlung in einen anderen Kulturkreis!
Rainer Hellwig
Raubling