Zum Artikel „Kirchen verlieren Mitglieder“ (Bayernteil):
Die katholische Kirche müsste endlich daran gehen, den Augiasstall aus dem abergläubischen, finsteren Mittelalter auszumisten. Zum Beispiel das unmögliche Dogma von Hölle und Fegfeuer. „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“, verkündete ein gewisser Tetzel in Europa, und fuhr nicht schlecht dabei. Mit dem so erschwindelten Geld wurde beispielsweise die Peterskirche in Rom errichtet. Weder Hölle noch Fegfeuer haben jemals existiert, sondern es sind Bilder aus dem Alten Testament. Die meisten Katholiken glauben jedoch immer noch an diesen Unsinn. Welche Bedeutung sollen dann die Seelenmessen, Seelenrosenkränze und anderes für den Verstorbenen haben? Außer, dass die Kirche damit Geld verdient? Auch Gebete für Verstorbene sind sinnlos. So könnte man lange fortfahren. Ich kann es nicht anders sehen: Wenn die Amtskirchen wieder Fuß fassen wollen, dann werden sie sich an den Freikirchen orientieren müssen. Das sind keine Sekten, wie manch einer glaubt, sondern seriöse Glaubensgemeinschaften auf der Basis der Bibel, die das Evangelium weitgehend so verkünden, wie Christus und die Apostel, also die Urkirche, es taten. Bei denen erfährt man wenigstens, was in der Bibel steht, und Kirchensteuer braucht man auch keine zahlen. Übrigens: Der Glaube an die ewige Höllenqual und Fegfeuer grenzt an Gotteslästerung. Das trifft auf die Katholiken zu, denn bei ihren Seelenrosenkränzen beten sie nach wie vor: „Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle“. Welch ein Unsinn.
Werner Fuchs
Bad Feilnbach