Nachtzug: Angebot schon mehrmals genutzt

von Redaktion

Zum Artikel „Lieber Nachtzug als Flugscham“ (Weltspiegel):

Vielen Dank, dass Sie sich des Themas Nachtzug annehmen. Es ist sicher gut, die Menschen daran zu erinnern, dass es den auch noch gibt. Ich bin froh, dass die ÖBB sich hier engagiert, habe das Angebot schon mehrmals genutzt und wünsche den Österreichern viel Erfolg. Unabhängig vom Umweltgesichtspunkt ist der Nachtzug die beste Art, aus der Region Rosenheim zum Beispiel nach Rom zu kommen. Gegenüber dem Flieger spart man sich die umständliche Anreise zum Flughafen (ein oft übersehener Kostenfaktor beim Billigflug!) und die nervige Sicherheitskontrolle und landet bei der Ankunft im Stadtzentrum. Man schläft sicher nicht wie im eigenen Bett, kommt aber ausgeruht zu relativ früher Stunde an. Bei rechtzeitiger Buchung kostet der Liegewagenplatz unter 100 Euro. Kritisch anzumerken wäre, dass die ÖBB mehr Geld in den Unterhalt und die Reinigung der Wagen stecken dürfte.

Am Hauptproblem der Nachtzüge ist die ÖBB unschuldig: der Unpünktlichkeit. Das haben die Bahnen zu verantworten, auf deren Gleisen der Nachtzug fährt. Mit der im Artikel behaupteten „Unterstützung“ des Angebots ist es auch bei der DB nicht weit her. Wenn irgendwas nicht läuft wie geplant, wird der Nachtzug „auf den Rand gestellt“ und bekommt saftige Verspätungen. Liebe Leute, seid Ihr neidisch auf die ÖBB, dass sie es schafft?

Bernhard Edlmann

Raubling

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