Zum Kommentar von Christian Deutschländer „Streit um Batterieforschung. Eine falsche Standortwahl“:
Wenn es um Batterieforschung in Deutschland geht, muss gleichzeitig der Name von Professor Martin Winter genannt werden, der auch als der „Batteriepapst“ bezeichnet wird. Was hat es nun konkret mit Professor Winter und der Vergabe von Millionen Euro an den Forschungsstandort Münster auf sich? Dieser hält eine Professur für „Angewandte Materialwissenschaften zur elektrochemischen Energiespeicherung und Energiewandlung“ am Institut für Physikalische Chemie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Darüber hinaus ist Professor Winter Gründer und wissenschaftlicher Leiter des MEET Batterieforschungszentrums der WWU Münster. MEET steht für Münster Electrochemical Energy Technology und ist eine der führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der Batterieforschung. Dort arbeitet Winter seit Jahren mit einem Team aus rund 150 Wissenschaftlern an der Erforschung und Entwicklung innovativer elektrochemischer Energiespeicher. Daneben besteht eine enge Kooperation mit Forschern der RWTH Aachen, die bereits in Sachen Elektromobilität mit der Entwicklung des Lieferwagen-Streetscooters und dem Pkw e.Go weit fortgeschritten sind sowie dem Forschungszentrum Jülich. Ausgehend von diesem Sachverstand, hat sich Münster gegenüber der Konkurrenz aus Süddeutschland, Sachsen und Niedersachsen bei der Vergabe der Forschungsgelder durchgesetzt. Ich vermag deshalb nicht zu erkennen, was diese Entscheidung mit „Pfründerlwirtschaft“ zu tun haben soll.
Reinhard Gangloff
Chieming