Zum Leserbrief von Benedikt Aicher („Aus Liebe zu einer Frau: Kaplan gibt Priesteramt auf“ im Bayernteil):
Dem Herrn Aicher empfehle ich, sich mit einer Zeitmaschine ganz weit zurück in die Vergangenheit versetzen zu lassen, wo er sein chauvinistisches patriarchalisches frauenfeindliches Gedankengut noch verbreiten kann, und wo man durch Predigen des Katholizismus in einer Art Gehirnwäsche den ungebildeten abhängigen „untergeordneten“ Menschen noch Angst und Schuld machen konnte!
Der ehemalige Priester, der für sein Leben und die Liebe sein Amt aufgegeben hat, dient doch wohl besser einer höheren liebenden Macht auf Erden, als wenn er auf dem kalten Steinboden einer Kirche für mich tote Götzenbilder anbetet. Was das Abwenden von der Welt und der Natur des Menschen mit dem aktiven Verbreiten von echten Werten und echter Moral zu tun haben soll, ist mir seit Langem ein Rätsel! Die Kirche braucht sich über Mitgliederschwund nicht zu wundern und ich hoffe, die Menschen fangen alle an, über den Sinn dieser (aller religiösen) Institutionen und den sinnfreien Fantasmus darin, gründlich nachzudenken und sie zu hinterfragen.
Martina Schmid
Neubeuern