Zum Bericht „Brasiliens Armee kämpft gegen die Flammen“ (Weltspiegel):
Tausende von Waldbränden in Brasilien bewegen zurzeit die Gemüter. 1330 Quadratkilometer Regenwald gingen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres verloren. 2004 wurden 27000 Quadratkilometer „gerodet“. Damals gab es kein mediales Erdbeben. Kann es sein, dass damals keine „populistische Regierung“ angeklagt werden konnte? Präsident Bolsonaro setzt inzwischen – auf internationalen Druck – das Militär zur Brandbekämpfung ein. Viele Tier- und Pflanzenarten sterben mit dem Wald.
Was sind die Ursachen für die Katastrophe? Hauptursache ist das unkontrollierte Bevölkerungswachstum auch in diesem Teil der Erde. Allerorten ist vom Artensterben die Rede. Davon nicht betroffen ist offensichtlich die menschliche Art. Solange man überschüssigen Druck im Kessel an die Nachbarschaft abgeben kann, ist der Handlungsbedarf im eigenen Bereich herabgesetzt.
Langfristig aber verschärft sich das Problem – im Ursprungsland und in den „Problemimportländern“. Lösungswille entsteht erst, wenn man Probleme nicht mehr exportieren kann. Der viel gescholtene US-Präsident Donald Trump hat das offensichtlich erkannt. Präsident Bolsonaro legt seine Finger in eine europäische Wunde, wenn er auf den Verlust von Natur bei uns hinweist. Scheinheilig wird Geld für den Erhalt der Regenwälder in Brasilien angeboten. Dabei gäbe es in Europa genug aufzuforsten. Nicht jedes grüne Fleckchen muss mit dem Argument „Mehr Wohnungen“ zubetoniert werden.
Gerhard Mania
Neumarkt-St.Veit