Wirklich notwendig?

von Redaktion

Zum Artikel „Mit Hightech auf Wildsau-Jagd“ (Bayernteil):

Gleich vorneweg – ich bin keine Fachfrau, was die Jagd angeht. Ich konnte und kann bis heute nicht zu hundert Prozent einordnen, ob die Jagd wirklich ein notwendiges Übel ist, so wie es gerne dargestellt wird. Ich wage aber zu bezweifeln, dass 70000 (nur in Bayern) bewaffnete und mit Hightech ausgestattete Jäger wirklich notwendig sind, um Flora und Fauna im Gleichgewicht zu halten.

Um das soll es hier aber auch nicht gehen. Dieser Artikel spiegelt alles wider, was mich an der Jagd stört: Die Freude am Töten von fühlenden, sensiblen Lebewesen mit sozialen und familiären Strukturen. Wem wirklich etwas an Tieren liegt, sollte keine Freude daran haben, sie abzuschießen – geschweige denn Stolz auf diese Taten sein. Wer Tiere liebt, versucht die Überbevölkerung von Tierarten auf andere, friedvolle Weise, in den Griff zu bekommen. Das einleitende Zitat von Herrn Kirchner beim Erblicken eines großen Keilers: „Wenn da jemand kein Herzrasen kriegt, sollte er den Jagdschein abgeben“. Ich bin der Meinung, dass jemand „dem das Adrenalin hochschnellt“ und „Herzrasen“ bekommt, den Jagdschein abgeben müsste, da die Jagd dann ganz offensichtlich nichts mehr mit Tierwohl und Naturschutz gemein hat, sondern aus Spaß am Töten betrieben wird.

Marika Steinsailer

Bruckmühl

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