Maria 2.0: Demo fehl am Platz

von Redaktion

Zum Beitrag „Eklat am Altar“ (Bayern-Teil):

Ihr Maria-2.0-er habt sein Haus zu einer Räuberhöhle und zum Debattier-Club gemacht! Solche Handlungsweisen lassen die 2.0-er Absichten erkennen, sie haben mit Christ sein nichts zu tun. Die heilige Messe, noch dazu in einer geweihten Kirche wird zur Ehre Christi und Gottes Lob gefeiert. Der zelebrierende Priester beziehungsweise der amtierende Pfarrer hat dies ohne Störungen zu gewährleisten und Pfarrer Andreas Heck ist gegenüber dem Herrn, der Kirche und den Gläubigen in der Pflicht. Er hat Farbe bekannt und offenbar heiligen Zorn gezeigt, Bravo!

Seit der Entscheidung der Mutter des Herrn (Maria-1.0) haben die Frauen im entstehenden Christentum und damit auch in der Kirche eine besondere Rolle und Aufgabe: sich einzubringen und wie Männer ihren Fähigkeiten und ihrer Berufung nach zu leben und zu handeln. Das war vorher und ist in den meisten Religionen nicht der Fall.

Nirgendwo ist es in der Kirche den Frauen verwehrt, über den Blumenschmuck hinaus zu wirken. Das beginnt in der Erziehung und kann in der Katechese münden. Frauen können sich in der Glaubensverkündigung, in der Verehrung und im Lob Gottes widmen. Auch können sie frei in Glaubensgesprächen ihre Gedanken äußern, fragen und zur würdigen Weiterentwicklung der christlichen Lebens wirken. Nur Männern wird die Verpflichtung und die Berufung zum Priestertum vom Herrn zugemutet. Davon abgesehen sind den Männern die gleichen Grenzen – weltweit geltende Formen und Liturgie – gesetzt. Der Gläubige ist gehalten seinem Herrn in Ehrfurcht, Zuneigung und Gehorsam zu begegnen – man nennt das Demut und Gottesfurcht. Das hat nichts mit Angst zu tun, sondern ermöglicht die Übernahme der Gnaden Gottes an uns sündige Menschen.

Dr. Stephan Maria Hitzel

Raubling

Wenn es nach unserem katholischen Glauben geht, sind wir alle eine Kirche. Deshalb erlaube ich mir ein versöhnliches Wort an die Gemeinde in Forst: Bei aller Berechtigung der Auseinandersetzung um die Rolle der Frauen in der Kirche sollten gerade Christen in dieser Situation am besten wissen, um was es jetzt vordergründig gehen muss. Ausrasten und der Gemeinde den Gottesdienst vorenthalten auf der einen Seite. „Gesprächsbereit sein“, aber doch nur passiv darauf warten, ja erwarten, dass der andere auf einen zugeht auf der anderen Seite.

Jesu Gebot der Versöhnung funktioniert anders. Zeigen Sie, was es heißt Christ zu sein. Und was die Auseinandersetzung in der Sache angeht: Nicht jedes Mittel ist recht – auf beiden Seiten.

Stefan Reinbrecht

Kiefersfelden