Zum Artikel „Verbot des Abbrennens von Regenwald in Brasilien zeigt bislang keine Wirkung“ (Weltspiegel):
Ist der Regenwald auf der begrenzten Erde unsere „Lunge“ und muss er daher für uns alle erhalten bleiben, so folgt daraus, dass die Weltgemeinschaft und nicht nur Brasilien zum Erhalt des Waldes verpflichtet ist. Durch Brandrodungen entsteht große Agrarindustrie mit Monokulturen und Erwerb durch Export von zum Beispiel Sojafutter für Masttiere, um unseren übermäßigen Fleischkonsum nebst Gesundheitsschäden zu decken. Tropenhölzer „zieren“ unseren Wohnluxus.
Ist es gerecht, die Souveränität anderer Länder einzuschränken, indem wir bestimmen, welche Erwerbsart zulässig ist und Entwicklung zu behindern, um unseren „Vollkaskokonsum“ und überflüssigen Luxus zu erhalten? Die unbegrenzte Freiheit des einen ist die Einschränkung, Unfreiheit und auch das Elend des anderen.
Also: Global mit unabhängigen Wissenschaftlern ökonomisch und ökologisch bessere Erwerbsquellen bilden, sonst sägen wir am Ast, auf dem wir sitzen. Ist das eine Illusion? Das Potenzial ist da, nur engstirniges politisches Handeln steht dem entgegen.
Hans-Jürgen Ehlers
Rosenheim