Zum Artikel „Ärzte-Chef kritisiert Patienten“ (Abendausgabe):
Welch eine patienten-/ menschenverachtende Aussage die Herr Gassen hier macht, wenn er das wirklich so gesagt hat. Kranken Menschen zu unterstellen, sie gehen zum Arzt wie zum Shoppen. Auch funktioniert die Gesundheitskarte nicht, wie er es darstellt, „wie eine Flatrate“. Herr Gassen sollte sich doch mal damit befassen, dass der Bürger seine Krankenversicherungsbeiträge bezahlt und kein Bittsteller ist, wenn er zum Arzt kommt!
Nicht genug, dass man krank ist, sollte man sich jetzt noch Gedanken darüber machen, ob es wohl eine Strafe nach sich zieht, wenn sich herausstellen sollte, dass man doch nicht ganz so krank war, wie es gerade den Anschein hatte! Ist es nicht vielmehr die Arbeit der Ärzte, herauszufinden, inwieweit der Mensch krank ist?
Ganz abgesehen davon, dass es sicherlich viele Patienten heutzutage gibt, welche nie in unser Krankenkassensystem eingezahlt haben, kann es dennoch nicht angehen beschimpft und als „gnadenlose Ausnutzer“ des Systems bezeichnet zu werden.
Sehr geehrter Herr Gassen, ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie nie ernstlich erkranken… auch wenn Sie vermutlich wesentlich besser krankenversichert sind als die meisten Menschen, die Sie so schamlos beschuldigen, ein System auszunutzen, welches den Menschen dienen soll und nicht die Menschen dem System. Vielmehr gilt es doch zu überlegen, wie das System der Flut der nicht einzahlenden Migranten Herr wird, welche sicherlich einen Großteil der Kosten für sich beanspruchen in unserem Gesundheitssystem. Denn dort, so denke ich, entstehen sicherlich enorme Kosten und dennoch werde ich nicht von unnützen Kosten sprechen, sondern davon, dass hier eine Lösung angestrebt werden muss, um Kosten zu senken und nicht Patienten pauschal zu beschimpfen!
Petra Maria Salfer
Mühldorf