Die Klimadebatte und ihre Folgen

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg, die Artikel „Greta erreicht New York“ (Titelseite) und „Greta Thunberg: Emotionale Rede beim UN-Klimagipfel“ (Politikteil) sowie zur Berichterstattung über die „Fridays-for-Future“-Bewegung:

Ja, da kommen mir gleich die Tränen. Nach „entbehrungsreichen Wochen auf offener See“ erreicht Greta Thunberg New York. Mit einer hochseetüchtigen Jacht und zwei Top-Skippern kann das auch ein Baby. Ergänzend dazu noch die Aussage von ihr, sie wollte doch klimafreundlich nach Amerika reisen.

Dabei vergisst sie, so ganz nebenbei, dass die zwei Skipper nach Europa zurückfliegen und zwei weitere Skipper bezüglich der Rückholung des Kahns per Flugzeug nach Amerika unterwegs sein werden. Und wie kommt sie überhaupt zurück? Das wird nicht erwähnt. Verlogener geht es nicht mehr! Ich kann nicht verstehen, wie so viele Menschen auf diese Person und die hinter ihr stehenden Scharlatane hereinfallen.

In der Geschichte hat es schon einmal eine 16-Jährige gegeben, die sehr viele Menschen hinter sich scharen konnte. Das war die „heilige Johanna von Orleans“. Im hundertjährigen Krieg half sie dem Dauphin aus den Hause Valois die Engländer zu besiegen. Philipp VI. wurde daraufhin in Reims zum König von Frankreich gekrönt. Zwischen der heiligen Johanna von Orleans und Thunberg besteht jedoch ein riesengroßer, wichtiger Unterschied. Johanna hat das Königreich Frankreich stabilisiert und vorangebracht. Dafür verehrt man sie heute zu Recht in Frankreich als Nationalheldin. Greta und ihre Hintermänner, das will ich ganz dezidiert feststellen, schaden Deutschland, wo sie nur können.

Weil man meint, man könnte den Aufsprung zum Klimazug verpassen, werden jetzt hektisch von allen Parteien immer neue Klimavorschläge hervorgezaubert. Von den meisten kann man zurzeit nicht mal annähernd feststellen, ob sie unser Land voranbringen. Als lächerliches Beispiel will ich den E-Roller erwähnen, der jetzt mithelfen soll, die Klimaziele zu erreichen. Egal, was am Amazonas passiert.

Manfred Diezinger

Grassau

In Deutschland grassiert der Greta-Thunberg-Hype. Aber selbst in ihrem Heimatland Schweden kann Thunberg nur wenige Leute hinter dem „warmen Ofen“ hervorlocken. Der Klimaschutz rangiert in dem Musterland des guten gesellschaftlichen Miteinanders hinter anderen wichtigen Themen an einer hinteren Stelle. In zahllosen anderen Ländern dieser Erde verhält es sich ähnlich. Der vor allem in Deutschland vorherrschende Fanatismus um eine minderjährige Person, die leider nur in den Kategorien schwarz und weiß denken kann, ist schon fast beängstigend.

In Deutschland wird mittlerweile zwischen gutem und schlechtem CO2-Ausstoß differenziert. Schlechtes CO2 wird grundsätzlich und ganz pauschal von der (konventionellen) Landwirtschaft produziert. Darüber hinaus von Pendlern, die mit ihrem Auto oft lange Wegstrecken zur Arbeit in Kauf nehmen müssen. Aber auch von Hartz-IV-Empfängern, die froh sind, mit einigermaßen günstigen fossilen Brennstoffen durch den Winter zu kommen.

Guter CO2-Ausstoß ist hingegen, wenn die Thunberg-Anhänger(innen) mit dem Auto, vielfach mit einem SUV, zu den Fridays-for-Future-Demonstrationen chauffiert werden. Oder wenn die „deutsche Greta“, Luisa Neubauer, aus rein perspektivisch beruflichen Gründen mit dem Flugzeug die halbe Erde bereist, um ihrem Lebenslauf mehr Inhalt zu verleihen. Während der Klima-Kundgebungen zeigt die CO2-Kurve steil nach oben, zumal viele Teilnehmer unter anderem mittels Selfies ihre Beteiligung dokumentieren. Ob den klimastreikenden Schülerinnen und Schülern ausreichend bewusst ist, dass Smartphones zu den größten Klimakillern zählen?

Umwelt- und Klimaschutz sind von eminenter Bedeutung. Ich persönlich hege größten Respekt gegenüber Menschen, die bei diesem Thema mittels einer nachhaltigen Lebensweise mit gutem Beispiel vorangehen. Die gerechteste Klimabesteuerung wäre aus meiner Sicht, den CO2-Ausstoß-Reichen zu nehmen, um es den CO2-Ausstoß-Armen zu geben. Zu einem klimafreundlichen Verhalten reicht es manchmal aber schon aus, einfach mal die Luft anzuhalten.

Alfred Kastner

Weiden

Ein OVB-Titelbild zeigt Angela Merkel mit Greta Thunberg (oder umgekehrt?). Greta hält einen mutmaßlichen „Spickzettel“ in den Händen. Wer hat ihn verfasst? Ihr sie begleitender Vater, unter anderem Drehbuchautor, Regisseur und Filmproduzent Svante Thunberg oder ihre Mutter, die über Greta ein Buch geschrieben hat oder Gretas „Entdecker“, der Unternehmer und PR-Berater Ingmar Rentzhog, oder sonst ein „Influencer“ ohne finanzielle oder andere Interessen?

Man sollte nicht in hektischen Aktionismus und grenzenlose Hysterie verfallen, wenn wir zu den angeblich schuldigen CO2-Emissionen auf der Erde nur gut zwei Prozent beitragen.

Viele Deutsche fanden „Schweden“ wegen seiner früheren Energiepolitik nachahmenswert. Warum haben diese dann den Ausstieg aus der Kernenergie rückgängig gemacht?! Warum protestieren unsere reisefreudigen „FFF-Fans“ nicht in Polen gegen deren Kohlekraftwerke, wie es Macron in New York gesagt hat? Warum demonstriert „FFF“ nicht in China gegen deren geplante und in Bau befindlichen Kohlekraftwerke? Wer glaubt, dass China sich von (s)einer „Greta“ die Abschaltung seiner Kohlekraftwerke vorschreiben lassen oder „FFF-Demonstrationen“ auf dem „Platz des Himmlischen Friedens“ zulassen würde?

Hans Kürner

Rosenheim

Als Bürger eines demokratischen Staates befremden mich die plumpen Vorwürfe, die Greta Thunberg vor der UNO gegen die Regierungsvertreter erhoben hat: „Das Einzige, was ihr könnt, ist über Geld zu reden.“ Allein in Deutschland wurden zum Beispiel schon vor Jahren zigtausende funktionsfähige Ölheizungen per Gesetz stillgelegt, weil der Verbrauch zu hoch war. Die Emission klimaschädlicher Gase geht in den Ländern der Ersten Welt seit Jahren zurück.

Und völlig absurd ist Gretas Vorwurf: „Die Menschen leiden, die Menschen sterben.“ Noch nie lebten die Menschen so lange und so gesund wie heute. Weltweit steigt die Lebenserwartung seit Jahrzehnten. Weltweit sind mittlerweile 80 Prozent der einjährigen Kinder geimpft. Die Kindersterblichkeit fiel seit 1990 weltweit von sechs auf drei Prozent, in Deutschland liegt sie bereits bei 0,3 Prozent.

Aber in der guten alten Zeit, als alles noch „öko“ und „bio“ war, starben circa 30 Prozent schon im Kindesalter. Von denen, die heute schreien, ihre Zukunft würde gestohlen, läge unter früheren Bedingungen schon jeder Dritte auf dem Friedhof. Und dass das nicht so ist, verdanken sie denen, auf die sie schimpfen.

Johannes Schroeter

Großkarolinenfeld

Dass Schüler gerne mal den Unterricht schwänzen, das ist nicht neu, aber dass dies von Lehrern und Eltern toleriert, ja sogar gefördert und der Schülerstreik angeblich für Klimapolitik von Parteien missbraucht wird, ist eine Frechheit. Wer schwänzt, sollte nachsitzen und den versäumten Stoff lernen. Ansonsten braucht man sich über das sinkende Bildungsniveau nicht mehr zu wundern. Die Schüler erpressen mit ihrer Fridays-for-Future-Bewegung die Erwachsenen, die zu feige sind, diesen Spuk zu beenden. Die Welt ist aus den Fugen geraten. Politik verkehrt.

Rainer Hellwig

Raubling

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