Vorher denken

von Redaktion

Zum Artikel „Der Güllestreit von Inning“ (Bayernteil):

Zuerst war es der Gockel, dann die Kuhglocke und nun die Gülle. Was fällt den neureichen, zugezogenen Städtern wohl als Nächstes ein? Ein 80-jähriger Porschebesitzer hindert seinen 40-jährigen Nachbarn am Güllefahren. Früher haben sich die Menschen und Nachbarn gegenseitig mehr gebraucht, unterstützt – es gab einen Zusammenhalt. Heute gibt es einen Wohlstand, den es noch nie so gab. Jeder hat alles und man meint: Keiner mehr braucht den anderen. Doch wenn eine Katastrophe eintritt, dann wären sie alle wieder um einen netten „Bauersnachbarn“ froh, der hilft. Wenn der nach den vielen Streitigkeiten mit Anzeigen denn noch mag. Das sollten die fleißigen „Streithansl“ schon mal vorher bedenken. Das viele Ärgern und Schimpfen macht nur Falten, schnell alt und vor allem krank. Früher hat es geheißen: „Nachbar, kann ich dir was helfen? Heute heißt es leider: Nachbar, dir werde ich aber helfen“.

Peter Moosmüller

Bad Endorf

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