Zum Bericht „Oppermann für zügige Einigung über Wahlrechtsreform“ (Politikteil):
Klein und unauffällig präsentiert der Artikel im OVB die Forderung Herrn Oppermanns nach einer Verkleinerung des überquellenden Parlamentes durch eine Wahlrechtsreform. Nach Weihnachten, wenn es zu spät ist für eine Änderung, kann er zumindest sagen: „Ich habe ja darauf hingewiesen, dass…“ Wo ist der Aufschrei in der Presse? Wo werden Mitbürger zum Thema befragt? Mehr als 100 Juristen fordern in einem offenen Brief an den Bundestag eine Abschaffung der Überhangs- und Ausgleichsmandate. Das ist ein Anfang!
Die im Parlament sitzenden Politiker halten sich bei diesem Thema sehr still – wer sägt schon gern am eigenen Ast!
Wen soll ich noch wählen? Politiker, die nur an ihren eigenen Pfründen interessiert sind und ihre Wahlversprechen nicht einlösen?
Vielleicht sollte sich ein Schüler oder eine Schülerin an einem Wochentag vor das Parlament setzen mit der Forderung nach einer Reform und so lange dort sitzen bleiben, bis es eine Bewegung gibt, deren Druck eine Veränderung bewirkt. Unsere Demokratie benötigt ehrliche, uneigennützige Vertreter!
Helga Seidl
Prien