Klimadebatte reißt nicht ab

von Redaktion

Zur Berichterstattung über die Klimadebatte sowie die Klimaaktivistin Greta Thunberg und die „Fridays-for-Future“-Bewegung:

Warum braucht die Welt ein Kind, um zu begreifen, dass wir nicht weiter so verschwenderisch leben dürfen?

Die Industrie lebt davon zu verkaufen, das erhält auch Arbeitsplätze, alles in Ordnung. Aber: Wie schaut es bei uns zu Hause aus, wenn wir jetzt umziehen müssten? Packt uns dann auch, wie mich, das blanke Entsetzen nach dem Motto: „Was habe ich alles und brauche es gar nicht?“

Weihnachten wollten wir Menschen, die uns nahestehen, eine Freude machen. Müssen wir dazu in die Geschäfte laufen und noch mehr kaufen? Schauen wir uns doch einmal um in unserem eigenen Zuhause. Haben wir ein schönes Buch, das wir kein zweites oder drittes Mal lesen? Darüber würde sich die Freundin vielleicht sehr freuen. Oder über eine sehr schöne Figur, die die nette Nachbarin schon immer bewundert hat. Muss es denn immer, oft aus Anstand, etwas Neues sein, wenn wir Freude bereiten wollen? Ein Gutschein für eine Essenseinladung bei uns zu Hause oder für das Schwimmbad – es gibt viele Möglichkeiten.

Bitte, ihr lieben Mitmenschen, kauft nicht nur, denkt bitte nach – im Sinne unserer Umwelt und den vielen Müllbergen zum Trotz.

Eveline Seelig

Brannenburg

Die Greta und der Horst wollen es richten! Einerseits: Viel Hochachtung für die 16-jährige Greta, die in so kurzer Zeit ein so großes Ansehen mit hohen Auszeichnungen in vielen Ländern bekommen hat. Andererseits sollte sie endlich mal wieder in die Schule gehen, eine ordentliche Ausbildung machen und wie Andere arbeiten. Nicht immer nur Schule schwänzen und das schon seit vielen Monaten – man kann auch mal am Wochenende demonstrieren. Danach oder nebenbei kann sie immer noch in die Politik wechseln und somit die „Welt retten“.

Ihre zynische „Weltklimarede“ kam bei einigen nicht so gut an, aber das toughe Mädl bringt es halt auf den Punkt: „Geld regiert die Welt“. Der Seehofer – wie so oft mal dafür, mal dagegen – möchte nun auch die Welt retten und sagt: „Jeder Vierte, der aus Richtung Italien kommt, darf zu uns“. Eine ähnliche Aussage gab es schon einmal im Jahr 2015, aber das kleine Deutschland wird nicht die große Welt aufnehmen können. Die mächtigen Politiker der vielen Herkunftsländer müssen dringend mal was unternehmen, dass nicht alle nur aus ihrem Heimatland davonlaufen. Laut der UNHCR sind über 70 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, dann wird es bei uns wohl etwas eng – aber bunt. Pfundig!

Peter Moosmüller

Bad Endorf

Der ungeheure, fast weltumspannende Erfolg der Greta-Thunberg-Kampagne gehört nicht nur ins PR-Lehrbuch, er dokumentiert zugleich zweierlei: Die kaltblütige Gier der Eltern, die die Krankheit ihrer Tochter schamlos für ihre Geldgier instrumentalisieren. Genauso blamabel wie verächtlich ist die Gier von Politikern, aus dieser Affäre schlimmster Dekadenz Kapital schlagen zu wollen. Kapital, das sich für Deutschland zu einem dauerhaften Disagio zu verkehren droht. Denn die Umsetzung der Forderungen könnte in ihrer Radikalität in eine Katastrophe führen.

Dabei darf der Rückzug aus dieser (von beiden Seiten inszenierten) Kampagne keine Augenklappe sein, um sich den akut weltbedrohlichen Entwicklungen und Tatsachen zu verschließen. Eine Erkenntnis aus der Medizin sollte gelten: Das Maß macht’s.

Alfred Beck

Bruckmühl

Klimawandel beschäftigt alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, seit Greta ihre nervigen Anklagen vorträgt. Um die „Sünde“ CO2 zu bekämpfen sollen nun Kohlekraftwerke stillgelegt, Ölheizungen abgebaut und Verbrennungsmotoren geächtet werden und wer weiß was noch alles den Menschen abverlangt werden soll.

Im Fernsehen haben bedeutende Wissenschaftler mitgeteilt: „Wenn wir Deutschland zu einem Regenwald umforsten würden, bringt das circa zwei Prozent, um das CO2 der Erde abzubauen“. Vergleichen wir nun die Lunge unseres Planeten, den Regenwald in Südamerika, der zigmal mehr CO2 aufnehmen kann, so sind die deutschen Anstrengungen, die unserer Wirtschaft enorm schaden, relativ unbedeutend.

Wesentlich wirkungsvoller für unsere Erde wäre die Eindämmung der Brandrodung in Brasilien. Es gibt doch den Weltklimarat, der den Umbau des Regenwaldes zu Wiesen und Äcker verhindern könnte. Durch Sanktionen und Maßnahmen wie hohe Zölle auf Fleischwaren aus Brasilien, kann die Rindervermehrung der Freunde von Präsident Bolsanaro dort eingedämmt werden, was auch die deutschen Bauern wieder konkurrenzfähig machen würde. Der Weltklimarat als Vertretung aller demokratischen Staaten muss mit allen ehrlichen Mitteln die Abholzung des Regenwaldes stoppen.

Josef Kirchberger

Flintsbach

Greta Thunberg ist das Gesicht von „Fridays for Future“. Über ihre Auftritte kann man geteilter Meinung sein. Über den Klimawandel, der vielleicht schon eine Klimakatastrophe ist, dagegen nicht.

Dass es diese Klimaänderung gibt, geben sogar die Regierenden auf unserem schönen Planeten zu, indem sie sich in regelmäßigen Abständen auf Weltklimakonferenzen treffen. Die Ergebnisse seit Rio 1992 sind jedoch sehr mager. Um das Ziel einer maximalen Erwärmung von 1,5 Grad Celsius einhalten zu können müssen tiefgreifende Änderung vollzogen werden, doch traut es sich politisch niemand zu, das laut zu sagen, gar umzusetzen. Und so bleibt auch das geplante Klimaschutzpaket weit hinter dem Notwendigen zurück.

Während sich das öffentliche Leben meist nur mit Greta beschäftigt, gerät eines völlig aus dem Blickfeld: Dass viele Politiker von Lobbyisten gesteuert werden, die mit viel Geld und für die Zeit nach der politischen Karriere mit hoch dotierten Jobs winken. Gerade hat Stanislaw Tillich, ehemaliger sächsischer Ministerpräsident und bis zum Januar dieses Jahres Vorsitzender der Kohlekommission, den Aufsichtsratsvorsitz des Braunkohleunternehmens Mibrag übernommen. Wird so das Wohl von uns Bürgern vertreten?

Eine angemessene CO2-Bepreisung wäre ein effektiver Schritt, um die Erdüberhitzung zumindest ein wenig einzudämmen.

Beispiel Schweden: Die CO2-Steuer wurde bereits im Jahr 1991 mit etwa 25 Euro/ Tonne eingeführt und liegt jetzt bei etwa 115 Euro. Dieser Schritt ging mit einer Senkung beziehungsweise Abschaffung anderer Steuern einher. Seither konnte man ein passables Wirtschaftswachstum verzeichnen, während die Emissionen zurückgingen. Es ist Zeit für richtungsweisende Gesetze und Leitlinien: Denn die Natur überlebt auch ohne Mensch, aber der Mensch nicht ohne Natur.

Georg Schmid

Niedertaufkirchen

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