Zum Artikel „Die große Stadtflucht“ (Politikteil):
Es ist erstaunlich, wie wenig die Oppositionsparteien und die Print-Medien mit drastischen Problemlösungen gegen hemmungslose Vermieter in Deutschland angehen. Die sind mittlerweile in der Überzahl, denn die Eigentums-Rechte gehören zu den massivsten Rechten, die unser Staat kennt. Und so müssen Millionen Mieter pro Monat bis zu 42 Prozent ihres Nettoeinkommens für Miete hinblättern: Umgerechnet müsste demnach der reichste Bürger Deutschlands jeden Monat 41,58 Millionen Euro nur für Miete hinblättern! Warum trommeln Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Medien nicht Millionen Betroffene auf die Straßen, um Druck zu machen? Nun, wer als Abgeordneter pro Monat 35000 Euro plus Bahn-Fahrten, Inlandsflüge und Luxus-Dienstwagen kostenlos bekommt, der ist im Regelfall selbst Vermieter – und befriedigt seine Gier zusätzlich mit Wuchermieten. Von Ministern, Kardinälen und so weiter ganz zu schweigen. Außerdem müssen die Mieter die 14Milliarden Euro für über 40 Millionen Immobilien plus horrende Nebenkosten blechen. Man nennt das zynisch „Mietanpassung“. Ich würde es „notorische Geldgier“ nennen.
Matthias Fuchs
Waldkraiburg