Zum Leserbrief „Auf den Energiemix kommt es an“ von Dr. Klaus Carsten:
Leserbriefschreiber Dr. Carsten hat völlig recht, wenn er auf die Bedeutung des Energiemixes bei der Stromerzeugung hinweist. Und da die Herstellung einer möglichst großen Batterie tatsächlich die Umwelt übermäßig belastet, ist der Haupteinsatz des E-Antriebs zunächst für kleinere Reichweiten (Pendler-Bedarf) sinnvoll; für größere Reichweiten kann man zunächst einen Plug-In-Hybrid benutzen (zum Beispiel mieten), bis eine günstige Serienfertigung von Brennstoffzellen nur noch kleinere Batterien notwendig macht. Aber dem letzten Satz von Dr. Carsten, in dem er auf die Serienreife von Wasserstoffmotoren hofft, muss doch energisch widersprochen werden: Der letzte Wasserstoffmotor ist seit Längerem im Museum zu bewundern (BMW 12-Zylinder „Hydrogen 7“). Solches wird es nie geben; es wird nur den Elektromotor als Antrieb geben, der über eine kleinere Batterie und eine Brennstoffzelle (Umwandlung von Wasserstoff in Strom) versorgt wird; aber wahrscheinlich hat der Verfasser diese Brennstoffzelle gemeint, als Motor wird es zukünftig nur den E-Motor geben. Übrigens wird beim Betrieb mit Wasserstoff und Brennstoffzelle mehr als doppelt so viel Energie benötigt im Vergleich zur ausschließlichen Versorgung über eine Batterie.
Bernhard Liesenkoetter
Rosenheim