Zu den Beiträgen „CSU-Chef Markus Söder will die NoCovid-Strategie: Unsanft in die Söderkratie“, „Ausgerechnet Konservative ignorieren den Schutz der Heimat“ (Politikteil) sowie zu „Neuer Streit um alte Bäume“ (Leserbriefe):
Die OVB-Heimatzeitungen sind ja kaum wiederzuerkennen. Ich hatte letztens fast den Eindruck, die taz in Händen zu halten. Da darf ein Georg Anastasiadis gegen einen bayerischen Ministerpräsidenten poltern und warnt den freien Bürger gar vor dem Abrutschen in die Söderkratie. Da bekommt der Öko-Querulant der CSU, Josef Göppel, gar eine Gastkolumne und wirft seiner eigenen Partei Ignoranz auf ganzer Breite vor. Er spricht vom atmendem Boden als Lebensbasis und schlägt sich tatsächlich auf die Seite der grünen Einfamilienhaus-Kritiker. Da dürfen Leserbriefschreiber ihre Diskussionen um den Schutz ein paar alter Bäume wochenlang ausfechten. Das alles hätte es vor ein paar Jahren beim erzkonservativen OVB so nicht gegeben. Und doch trau ich diesem Wandel nicht. Zu gern wird dann fast jede Meinung der Grünen ins Lächerliche gezogen. Dafür muss man dann eben an der Berichterstattung über einen mutmaßlich korrupten Verkehrsminister sparen. Schon klar. Hauptsache, es gibt stets eine langweilig-wohlwollende Seite pro Ausgabe für einen Fußballverein. Je drängender die Probleme sind, um so mehr wird davon abgelenkt.
Roland Schrödl
Waldkraiburg