Zum Artikel „Volkszählung in China: Ein Land droht zu schrumpfen“ (Weltspiegel):
Bei einem Erdbevölkerungszuwachs von derzeit 80 Millionen Menschen pro Jahr steht die Erde am Rand eines Kollapses. China sollte froh sein, weniger an Einwohnern zu werden. Der Forstrechtsexperte und Forstsachverständige Professor Anton Moser rechnet vor: 1950 lebten 2,532 Milliarden Menschen auf der Erde, 1972 waren es 3,848 Milliarden, 2019 sind es 7,583 Milliarden Menschen. Für das Jahr 2100 sind 10,124 Milliarden Menschen prognostiziert.
Die Menschheit marschiert immer schneller auf den Abgrund zu. Verheerend ist dazu die globale Plastikverseuchung, Überfischung und Verschmutzung der Meere, Brandrodung von Urwäldern, Zerstörung durch Raubbau von Bodenschätzen und die damit einhergehenden Kriege. Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung, sondern der Parasit. Eine explosionsartige Vermehrung in Afrika, Indien, Südamerika und sonstigen Länder, die eine Geburtenrate aufweisen, die bis zu sechsmal so hoch liegt wie in Europa. Das heißt: Gebärt eine Frau bei uns zwei Kinder, hat die Frau in den genannten Ländern zehn bis zwölf. Somit ist der Geburtenrückgang in China keine Drohung, sondern ein Segen.
Diese vielen Senioren in diesem Land waren ja mal Kinder, denen man eventuell auch mal sagte, sie seien die Zukunft des Landes. Je mehr Kinder gezeugt werden, desto mehr Senioren gibt es später. Aber Senioren sind irgendwann nicht mehr da und dann sind weniger Menschen anwesend. Für die gesamte Flora und Fauna eine Erholung. Besonders wenn die Volkswirtschaft gebremst wird, ist das ein Glückszustand für die Natur.
Den Chinesen ist wohl die Weisheit der Cree nicht bekannt mit dem finalen Satz: „Dann werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“
Richard Sturm
Raubling