Mutmaßungenstatt Fakten

von Redaktion

Zum Bericht „Der Kodex und die Wortkargheit“ zum Kommentar „Die Aura des Geheimnisvollen“ von Norbert Kotter (Regionalteil):

Um es gleich vorwegzunehmen: Es deutet nichts darauf hin, dass die im Zusammenhang mit dem Klinikneubau notwendigen Versicherungsabschlüsse nicht korrekt zustande gekommen sind. Das ist im Artikel und im Kommentar der einzige konkret richtige Satz. Alles andere ist auf Mutmaßungen wie „sollte“, „könnte“, „ist möglich“ oder „Herr Lehrer ich weiß was“-Mentalität aufgebaut.

Es muss auch einem Politiker erlaubt sein, neben seiner politischen Tätigkeit in seinem Beruf weiterhin tätig sein zu können. Der politische Einsatz ist auf Zeit, die Berufswahl und -ausübung ist Lebenswerk, das die finanzielle Absicherung jedes Einzelnen sicherstellt. Die tätigen Politiker sollten ein Abbild der Gesellschaft darstellen. Das bedeutet, dass neben Lehrern und Beamten auch Personen mit anderen Ausbildungen oder Selbstständige, die verantwortungsbewusstes Handeln gewohnt sind, darin abgebildet sind. Keine Gesellschaft möchte nur einen politischen Verwaltungsbetrieb haben.

Der bei diesem Artikel und Kommentar eingebrachte Journalismus deckt sich nicht mit dem Pressekodex. Der Journalist Kotter startet mit dieser Berichterstattung den Versuch, mit Mutmaßungen und Unterstellungen einen verdienten und sich an die Regeln haltenden CSU-Landtagsabgeordneten, der sich erfolgreich für den Landkreis Rosenheim einsetzt, zu diskreditieren. Man hält sich an die Richtlinien, die die Partei vorgegeben hat, man hält sich an den Datenschutz und man wahrt eigene Berufsgeheimnisse. Dies muss und darf in einer offenen Gesellschaft ausgeführt werden, wie natürlich auch auf der anderen Seite grobe Verfehlungen in dieser Richtung aufgezeichnet werden müssen.

Journalist Kotter unternimmt einen äußerst fragwürdigen Versuch, einem Politiker die freie Berufswahl nahezu zu verbieten.

Peter Pietruska

Feldkirchen-Westerham

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