Zur Berichterstattung über die sogenannten „Autoposer in München“(Bayernteil):
Seit es Menschen gibt, gibt es Poser. Selbst im Tierreich gibt es Poser (Paviane). Heute sind es meist männliche Auto- und Motorradposer, die sich „zum Affen“ machen. Das aktuelle Problem liegt darin, dass deren Zahl zunimmt und das Verhalten immer aggressiver und rücksichtsloser wird.
Soziologisch betrachtet könnte man das Posen als Balz- und Brunftverhalten beschreiben. Das Revier muss markiert werden. Das erklärt, warum Poser häufig die gleiche Strecke befahren. Sie müssen dort ihre Duftmarke setzen oder erneuern und mögliche Rivalen in die Flucht schlagen. Der Auspuff wird zum Pavian-Hintern. Je lauter, desto stärker und potenter fühlt sich sein Besitzer. Es ist verwunderlich, dass die Auto-Industrie Fahrzeuge produzieren und tunen darf, die lauter sind als notwendig. Zur Aufgabe eines Auspuffs gehört nicht die Produktion von Lärm. Die Politik (Verkehrsministerium) schafft dafür die Grundlage und damit bekommt das Problem ein Gesicht: Andreas Scheuer. Schützend hält er die Hand über den Auspuff der Industrie.
Von der Polizei hört man immer wieder, dass sie keine Handhabe gegen die Poser und deren (meist erlaubte und zugelassene) Auspuffanlagen hätte. Aus meiner Sicht ist diese Aussage nicht ganz korrekt. Die Straßenverkehrsordnung (Paragraf 30) macht dazu eindeutige Aussagen. Bitte nachlesen und anwenden! Übrigens: Ich bin leidenschaftlicher Auto- und Motorradfahrer aus „Freude am Fahren“ – nicht aus „Freude am Lärmen“.
Hugo Huber
Söchtenau