Zum Bericht „82-Jähriger verliert Prozess um seinen Bauernhof“ (Bayernteil):
Warum kann man in diesem Fall nicht die kurze Zeit abwarten, bis Herr Moser den Hof aus Altersgründen aufgeben muss? Bei den einfachen Leuten will man genau sein, bei den Großen und Reichen findet man immer einen Weg! Wie können wir helfen, dass dieser Mann bis zu seinem Tod dort leben kann?
Angelika Zimmermann
Prien
Geradezu in Lichtgeschwindigkeit hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof jetzt entschieden, dass der Brucker Hof abgerissen und das Lebenswerk eines 82-Jährigen zerstört werden muss. Und das Landratsamt Weilheim-Schongau stellt fest: „Ein eindeutiges Signal gegen Zersiedelung und Flächenfraß und gleichzeitig ein Bekenntnis zum Naturschutz.“ Die Formulierung lässt Böses ahnen und man fragt sich, was da möglicherweise dahinterstecken könnte.
Steht da vielleicht schon lange ein Investor in der Warteschleife oder auch einer unserer bekannt bescheidenen CSU-Größen, die an der Stelle des Brucker Hofes lieber ein Hotel, Jagdzentrum für Betuchte oder Wochenendhäuserl sähen – da würde dann der Flächenfraß eine eher untergeordnete Rolle spielen und selbstverständlich alles für den Naturschutz getan.
Gisela Terla-Kolbeck
Wasserburg