Zum Thema „Reden zu 20.-Juli-Gedenkfeier“(Politikteil):
Es verwundert, dass ein solcher Attentäter für unsere Bundeswehr hingestellt wird. Denn Claus Schenk Graf von Stauffenberg ist beim Versuch nicht nur vorzeitig geflüchtet, weil er sein eigenes Leben schützen wollte, und hat dadurch versagt. Er hat sogar den Tod von drei Offizierskameraden, die im gleichen Zimmer mit Hitler konferierten, skrupellos in Kauf genommen. Zwar musste er dennoch dran glauben, doch folgten ihm noch über 30 Mitkämpfer des Widerstandes, die nach dem missglückten Attentat enttarnt und ebenfalls hingerichtet wurden. Jeder Bundeswehrsoldat setzt zum Beispiel in Afghanistan und in Mali sein Leben ein, wozu Graf Stauffenberg aber nicht bereit war – dazu mit solchen Folgen. Was sollen diese Lobreden?
Paul A. Rohkst
Kolbermoor