Im Gedenken an Kater Koarle

von Redaktion

Zum Bericht „Gehwege asphaltiert, Tor wieder offen“ (Lokalteil):

Die Geschehnisse der vergangenen Tage bringen mich dazu, diesen Leserbrief zu schreiben. Ein Familienvater wird nach einem Radunfall auf der Straße zwischen Hörbering und Neumarkt-St. Veit im Krankenhaus behandelt, und unser Kater Koarle erliegt seinen schweren inneren Verletzungen infolge eines Autounfalls in der Einmayrstraße. Wer will uns die Bitterkeit verdenken? Steht doch bei sonstigen Sperrungen des Durchgangsverkehrs am Stadtplatz eine Sperre mit Umleitungsschild am unteren Ende der Einmayrstraße und eine am Kreisverkehr.

Durch solche Ereignisse wird zur Nebensächlichkeit, dass inmitten von Naturkatastrophen Bäume gefällt werden, die nicht ins Konzept passen, anstatt sich nachhaltig um sie zu kümmern. Oder dass Neumarkt-St. Veit für seine „Altstadt“ die höchste Summe aller bayerischen Gemeinden und Städte aus dem Corona-Sonderfonds zur Wiederbelebung der Innenstädte abgreift, weil sich ja sonst andere Gemeinden die Zuschüsse holen würden – wie schrecklich!

Mal ist es ein Schild, das man nicht aufstellen möchte, mal ein kleines Stück Grund für einen Radweg, das nicht verkauft wird. Und was ist beide Male eine der Unfallursachen? Verletzter Stolz und Ignoranz. Ob Narzismus oder nicht, mag jeder für sich selbst entscheiden.

Doch eines muss jedem klar sein: Bei beiden Unfällen hätte es jederzeit auch ein Kind treffen können! Öffentlich kann man seine Hände leicht in Unschuld waschen. Aber am Ende des Tages hat hoffentlich doch jeder ein Gewissen, ein Spiegelbild, vor dem es keine Ausreden mehr gibt, in das er blicken und vor dem er sich des Abends verantworten muss. Jedes Handeln zieht Konsequenzen nach sich. Und ob sie Ihnen gefallen oder nicht, Sie tragen durch Ihre Entscheidungen eine Mitverantwortung!

Dr. Christian Guse

Neumarkt-Sankt Veit

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